Freitag, 5. April 2013

Buchrezension - Shadowhunters and Downworlders (Cassandra Clare)


  Titel: 


Originaltitel: 
Shadowhunters & Downworlders

Autor: 
Cassandra Clare etc.

Seiten: 198

Verlag: Smart Pop

Preis: 9,70€ (Paperback)




Wer hier hofft tief schürfende Geschichten zu finden, sollte sich das Buch nicht kaufen, denn es ist ein reines Essay-Buch. Was bedeutet: einige Autoren haben sich jeweils ein Thema aus den TMI Büchern herausgepickt und dazu ihre Meinung verfasst.
Es ist sehr interessant die vielen verschiedenen Blickwinkel zu lesen, denn es ist sehr überraschend wie anders sich manche Sachen doch interpretieren lassen. Oder man entdeckt beim Lesen der Aufsätze ganz neue Dimensionen der Shadowhunter-World. 

Es beginnt mit einem Vorwort von Cassandra Clare selbst, in dem sie noch einmal berichtet, wie ihr die Idee zu City of Bones kam.
Danach folgten die 13 Essays der beteiligten Autoren.

#01 Unhomely Places - Kate Milford 

Der erste Essay startet mit einem Thema worüber ich während meiner ganzen Besessenheit von TMI wirklich niemals nachgedacht habe. - New York als Handlungsort. 
Nicht nur das Thema ist ungewöhnlich, doch auch die Ausführung scheitert ein wenig. Natürlich ist das ein sehr interessanter Aufsatz, wenn man etwas über Städte wissen will. Aber es hat sich doch eher wie eine Erzählung der Autorin über ihre Liebe für New York angefühlt. Nach endlosen Worterklärungen des Wortes 'unhomely', kommt das Ganze für eine Sekunde mit CoB in Verbindung, doch bald schweift das Thema wieder zu Erinnerungen der Autorin an New York ab. Nicht nur war das völlig am Thema vorbei, sondern war es für mich persönlich eher uninteressant, da ich nicht in New York lebe; es nie besucht habe und mich nicht sonderlich für Städte interessiere. Eher ein schlechter Start in das Buch.


#02 The Art of War - Sarah Cross

Der zweite Aufsatz war schon sehr viel ansprechender, denn es ging um Clarys Waffe, das Zeichnen, Valentines Geringschätzung derer und der Macht, die dieses Hobby in TMI hat. 
Mit sehr viel Humor und einer poetischen Ader erläutert Sarah Cross, wie auch so etwas Simples wie eine Zeichnung sehr gefährlich werden kann. 
She Came, She Drew, She Conquered ( - Page 31) ist nur einer der sehr amüsanten Zwischenkommentare mit denen die Macht von Clarys Runen beschrieben wird. Sehr interessant war die immer wieder kehrende Figur von Valentine Morgenstern. Ausführlich wird beschrieben, dass er für Clary immer nur Geringschätzung übrig hatte, doch letztendlich die Größe ihrer Macht erkennen musste.


#03 Sharper than a Seraph Blade - Diana Peterfreund

Diesmal ging es um Jaces bevorzugte Waffe = den Humor und je nachdem wie gefährlich und ernst er eine Situation einschätzt, geht es mit dem Humor auf und ab. Es folgte eine Aufzählung in welchen Situationen Jace zu unglücklich für seine Kommentare war oder wenn es wieder bergauf ging. Diese Aufzählung ging über alle fünf Bücher und mehr Erkenntnisse hat die Autorin dann auch nicht mehr mit den Lesern geteilt.


#04 When Laws Are Made to Be Broken - Robin Wasserman

In #04 ging es einzig um das Gesetz. Wenn unsere Shadowhunter mal wieder das Gesetz gebrochen haben, wird es von Robin Wasserman richtigerweise gedeutet, dass eher gegen die Exekutive des Gesetztes (sprich Inquisitor etc.) rebelliert wird, anstatt gegen das Gesetz selbst. 
Damit wurden zudem noch geschichtliche und psychologische Aspekte mit eingebunden.


#05 Simon Lewis: Jewish, Vampire, Hero - Michelle Hodkin

Das ist der längste Aufsatz in S&D und auch einer der besten! Es ging um Simon, jüdische Sitten, Legenden von Vampiren. Vampirismus und das Judentum schließt sich eigentlich aus, doch Simon vereint beides und Michelle Hodkin hat seinen Entwicklungsprozess mit Sicht auf diese beiden Punkte äußerst treffend beschrieben! 


#06 Why the Best Friend Never Gets the Girl - Kami Garcia

Das war einer der Aufsätze die am spannendsten klangen, doch es war leider nur eine Aufzählung von verschiedenen Filmen von John Hughes in welchen die verschiedensten Szenarien des ,,the-Best-Friend-Never-Gets-the-Girl''-Phänomens vorkamen. Es hatte leider nicht viel mit TMI zu tun und auch die Schlussendliche Antwort kennt jeder.
Warum bekommt der beste Freund das Mädchen denn nun nicht? Weil er nicht das ,,Bad-Boy-Gen'' hat, wie beispielsweise Jace. 
Ganz einfach! Das hätte man auch auf einer Seite schreiben können. 


#07 Brotherly Love - Kendare Blake

Doch mit der Erläuterung des Taboothemas, dem Inzest, wurde es wieder besser. Viele kritisieren ja diese Bruder-Schwester-Geschichte, die sich über einen großen Teil der ersten drei Bücher zieht. (Grundsätzlich kritisieren das auch nur Leute, die das Buch nicht mögen - so hab ich das zumindest im Gefühl) Doch gerade diese Komplikation macht alles so spannend, weil man es als Leser einfach nicht glauben kann und einfach weiß, dass die Beiden zusammen gehören. Komplikationen gehören eben zu Geschichten denn sonst würde man sich ja nur fröhliche Geschichten durchlesen in denen alles gut ist und die Einhörner noch existieren. Doch nein - die besten Geschichten/Theaterstücke sind die, die mit Leid und Verlust verbunden sind. 


#08 Asking for a Friend - Gwenda Bond

In diesem Aufsatz ging es nur um die Freundschaft, die in TMI einen großen Stellenwert besitzt. Selten gab es eine Buchrreihe in der die Freundschaft zwischen allen Charakteren so bedeutend und vielfältig ist. Es geht einerseits um die besten Freunde (Jace&Alec, Simon&Clary) und um die sich im Laufe der Geschichte langsam bildenden und manchmal auch ungewollten Freundschaften(Jace&Simon). 
Es wird deutlich klargestellt, dass Freunde das Wichtigste sind, da man einfach sein kann wie man will. Freundschaft geht vor Liebe!


#09 (Not) For Illustration Purposes Only - Rachel Caine 

Hier wurde das Thema ebenso wie in Aufsatz #01 komplett verfehlt, doch es war um einiges interessanter, da sich Rachel Caine mit der Geschichte des Tattoos beschäftigt hat aus welchen die Runenmale in Cassis Büchern entstanden sind. Da Tattoos sehr alt sind reichte die zeitliche Spanne sehr weit zurück. Früher zeigten Tattoos den Stand in der Gesellschaft, doch heute sind sie lediglich Verzierungen. 


#10 The Importance of Being Malec - Sara Ryan

Das war der Essay auf den ich am meisten gespannt war, da ich Magnus und Alec und ihre Beziehung liebe! Leider ging es weniger um Malec als um die Tatsache, dass es so wenige Bücher mit schwulen oder lesbischen Charakteren gibt (0,02% nur!!!!) , was schade ist und es so weniger Identifikationsquellen gibt. Das das immer noch so kritisiert wird, ist eine Schande, denn die Leute sollten wirklich mal offener und toleranter werden! Der Aufsatz war wirklich gut, doch ich hatte mir unter dem Titel etwas anderes vorgestellt. Es ist definitiv der tiefgründigste Essay. Deutliches Plus+!!!


#11 Villains, Valentine & Virtue - Scott Tracey

Valentine ist ein grandioser Bösewicht! Wieso? Weil er menschliche Gefühle hat, und nach seinen Überzeugungen und Moralvorstellungen handelt. Dass diese falsch sind, kommt ihm nicht in den Sinn und er will auf seine Weise das Beste für die Welt. Diese verquere Weltsicht erklärt Scott Tracey und ich kann ihm nur zustimmen! Valentine macht eine gute Figur in seiner Bösartigkeit!


#12 Immortality and Its Discontents - Kelly Link & Holly Black

Nach den ganzen Absätzen voller tiefgehender oder auch oberflächlicher Wörter, bekommen wir hier eine waschechte Unterhaltung in Dialogform präsentiert, die auf jeden Fall auch zu meinen Lieblingen im Buch gehörte!
Dieser Dialog, der auch Cassie dann und wann einschließt, dreht sich um die Unsterblichkeit und die unsterblichen Charaktere, wie Raphael, Magnus und Camille dienen quasi als Forschungsobjekt dieser Unterhaltung. Unsterblichkeit ist kein einfaches Thema. Besonders wie es sich im Laufe der Story auf die Beziehungen auswirkt ist ein schwieriger Punkt wie wir an Magnus und Alec sehen können, oder auch die Tatsache, dass man weiß, dass man seine Freunde überleben wird, ist schwerwiegend. 
Eine sehr interessante und amüsante Diskussion! 


#13 What Does That Deviant Wench Think She's Doing? Or, Shadowhunters Gone Wild - Sarah Rees Brennan

Also ich kann nur eines sagen: Sarah Rees Brennan ist völlig verrückt - im guten Sinne jedoch. Sie hat sich nicht festgelegt und nach Belieben mal diese Beziehung, mal jene Beziehung analysiert und zwischendrin sehr ... interessante Dialoge mit einbringt, die die Charaktere gehabt haben könnten. 

Hier ein Beispiel: 
Valentine: ''My boy. My sweet boy. I could not love thee, dear, so much did I not love megalomaniacally taking over the world more.''
Jace: ''I'm going to be in therapy forever.'' 
Valentine: ''I stab you to death now. With a heart full of love! Know this : I would still totally stab you if you were biologically mine. It makes no difference to me: I am devoted to you, and immensely crazypants.'' 
Jace: ''Call a doctor and a psychiatrist...''
Vaentine: ''Stab, stab, XOXOXO, Daddy.''
(- Page 195)

Und das war nur eine der kreativen Einschübe von Sarah. Definitiv der witzigste Aufsatz und ich kann nur sagen. Die Frau hat Vorstellungskraft!!!


Fazit

Grundsätzlich ist es wirklich sehr informativ und interessant die anderen Perspektiven zu lesen, wie ich es mir vorher (siehe oben) schon gedacht hatte. Das Problem war einfach nur, dass manche Autoren einfach irgendein Thema aus TMI genommen haben und dazu irgendeinen nicht-mit-TMI-zusammenhängenden Schwachsinn geschrieben haben (siehe #01).
Andere dagegen waren wirklich gut und unterhaltsam. Meine Lieblinge sind auf jeden Fall #02, #05, #07, #08, #10, #11, #12 und #13. 
Die anderen waren irgendwie nichts sagend. Mir scheint als Cassie manche Aufsätze nicht gelesen bevor sie gedruckt wurden, denn wirklich mal wie kann man besonders den ersten in dieses Buch aufnehmen? Er war so schrecklich und KOMPLETT  am Thema vorbei. 
Die besten Aufsätze kommen auf jeden Fall eher hinten, sodass man den schrecklichen Start schon fast vergessen kann und Sarah Rees Brennan schafft es mit ihrer Verrücktheit, die strategisch klug zuletzt plaziert wurde, mir das Buch als unterhaltend im Gedächtnis zurück zu behalten.

3/5 Punkten 

Dienstag, 2. April 2013

Monatsrückblick - März 2013

Hello again - schon wieder ist ein Monat um und ich kann mit vollstem Stolz sagen, dass ich meinen Leserekord geknackt habe *__* 17 Bücher unglaublich xD Allerdings hatte ich auch Ferien, die morgen leider enden, und daher sehr viel Zeit zum Lesen, vor allem da ich in der ersten Woche quasi nichts anderes gemacht habe :)

März (Bücher = 17, Seitenzahl :6595 )
Glee Wie alles begann (253)
Glee Bühne frei (285)
Dylan & Gray (236)
Night School - Du darfst keinem trauen (461)
Unter dem Vampirmond Versuchung (301)
Frostherz (412)
Night School - Der den Zweifel sät (421)
The Fault in our Stars (313) (Das Schicksal ist ein mieser Verräter)
Clockwork Princess (570)
Der Feuerthron (520)
Göttlich verliebt (449)
Dash & Lilys Book of Dares (260)
Grim - das Siegel des Feuers (678)
Grischa Goldene Flammen (352)
Plötzlich Fee - Frühlingsnacht (508)
Plötzlich Fee - das Geheimnis von Nimmernie (352)
How to train your Dragon (224)


Best



 Natürlich steht Clockwork Princes ganz, ganz, ganz, GAAAAAAAANZ weit oben auf der Liste, aber die Night School Bücher sind so unglaublich gut, dass ich sie einfach noch einmal mit reinnehmen musste! 
Mit Clockwork Princess ist die Infernal Devices Reihe ja leider abgeschlossen, was ich sehr traurig finde, aber es ist so ein unglaublich tolles Buch das der Schluss bei so einem Ende sehr wilkommen ist - vor allem, weil ja noch mehr Shadowhunterbücher erscheinen werde 
*_____*


Worst 


Ja Bücher zur Serie werde ich mir NIE  wieder kaufen, egal wie gut die Serie ist, denn ich wurde wieder einmal daran erinnert, dass das nur schiefgehen kann. Grundsätzlich waren sie nicht so schlecht, dass man den Kopf gegen die Wand rammen musste, aber auch einfach nicht gut -.-

Fazit 
Grundsätzlich ein SEHR guter Monat. Es waren nur gute Bücher dabei und nur eines mit einem Rating unter 3. 


Unrezensierte Bücher

Unter dem Vampirmond: Wieder sehr leicht zu lesen gewesen, aber die Sotry war diesmal sehr flach und vorhersehbar. Ich weiß nicht ob ich da unbedingt weiterlesen will. Zudem war mein Lieblingscharakter ganze 3 Seiten anwesend -.- Aber das grundsätzliche Ende wlll ich doch wissen xD

Dash & Lilys Book of Dares: Es war überraschenderweise sehr viel besser als sein Vorgänger, welcher einfach grauenhaft war. Es war ziemlich niedlich und sehr amüsant. Leider gibt es allerdings sonst nicht viel darüber zu sagen, weshalb ich mir die Rezi gespart habe :)

Grim - Das Siegel des Feuers: Das Buch hat nur einen negativen Punkt -> es hat so unglaublich viele Seiten. Ich weiß gar nicht wann das angefangen hat mich zu stören, aber die besten Bücher haben zwischen 400 und 500 Seiten. Alles andere ist meistens einfach zu lang. Allerdings hat mir der Hauptcharakter Grim sehr gefallen :)
Ich denke jedoch nicht, dass ich weiterlesen werde.

How to train your Dragon: Ich war so begeistert von dem zugehörigen Film und auch das Buch war toll. Es war zwar komplett anders, aber auf seine Weise auch ne nette Geschichte und die Zeichnungen an den Seiten waren süß - eben ein Kinderbuch :D

______________________________________________________________

City of Bones - Theatrical Trailer 

Der neue Trailer kam gestern raus und er ist einfach göttlich! Ich mag die Umgebung wo gedreht wurde total und alles sieht einfach so toll aus! Ich bin mir sehr sicher, dass der Film einfach toll wird! Und diese Musik im Trailer und einfach alles *_____* Ich war sprachlos, nur noch fähig zum Fangirl-Kreischen/Quicken  :D 
_______________________________________________________________


Lesevorhaben im  April 


  • Immortal Beloved 
  • Shadowhunters und Downworlders 
  • Rot wie das Meer
  • Firelight
  • Große Erwartungen 
  • Succubus Heat 
  • Princess of the Midnight Ball 
  • Dearly Departed

In nächster Zeit werden erst mal die ganzen ausstehenden Rezensionen kommen, aber die nächsten 2 Wochen ist sonst nicht mehr viel zu erwarten, da schon wieder eine Klausurenphase auf mich zukommt :/ 
Das Bloggen habe ich ja sowieso sehr sträflich vernachlässigt - ich hoffe das wird wieder besser xD

____________________________________________________________________

Letzte Neuzugänge aus dem März :)





Ja meine TMI/TID-Such hat wieder zugeschlagen - ich wette wenn der Film rauskommt, ertrinke ich spätestens eine Woche später in Fanartikeln und mein Zimmer wird mit CoB-Postern zugeklebt sein, sodass man die Wandfarbe nicht mehr sieht xD

Und Immortal Beloved hab ich von Chrissi geschenkt bekommen *__* Einfach so nett von ihr - DANKESCHÖN *__*

______________________________________________________________________________

Das war - ein extra langer Post - quasi als Entschädigung, weil ich sonst nur Rezenisonen poste. Ich muss mal wieder ein paar Themen Posts machen!

Wie war euer Lesemonat so? :)
Was für Bücher sin empfehlenswert gewesen oder auch einfach nur grauenvoll?
Ich freu mich über jeden Kommentar! =)

Donnerstag, 28. März 2013

Buchrezension - Grischa Goldene Flammen (Leigh Bardugo)


  Titel: 

Grischa Goldene Flammen 

Originaltitel: 
Shadow & Bones

Autor: 
Leigh Bardugo

Seiten: 352

Verlag: Carlsen

Preis: 17,90€ (Hardcover)

 Kurzbeschreibung 

Alina ist einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Dass sie heimlich in Maljen verliebt ist, ihren besten Freund seit Kindertagen, darf niemand wissen. Schon gar nicht Maljen selbst, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Bei einem Überfall rettet Alina Maljen auf unbegreifliche Weise das Leben. Doch was sie da genau getan hat, kann sie selbst nicht sagen. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wird zum mächtigsten Grischa in die Lehre geschickt. Geheimnisvoll und undurchschaubar, wird er von allen der Dunkle genannt. Aber wieso fühlt sie sich von ihm so unwiderstehlich angezogen? Und warum warnt Maljen sie so nachdrücklich vor dem Einfluss des Dunklen?

 Meine Meinung 

Die Geschichte startet mit den Tagen vor der Schifffahrt durch den Schattenflur, einer Ödsee mit gefährlichen Geschöpfen. Alina und ihr bester Freund Maljen, den sie aus Kindertagen kennt, befinden sich innerhalb des ersten Regiments. Sie als Kartografin und er als Soldat. Sie ist in ihn verliebt, doch er nimmt sie nur als beste Freundin wahr. Im Laufe der Überfahrt zeigen sich Alinas Grischa-Kräfte, von dessen Existenz sie nie etwas gewusst hatte. Sie wird an den Hof des Zaren gebracht und beginnt ihre Ausbildung, da sie ihre Kräfte beherrschen muss um dem ganzen Land einen großen Dienst zu erweisen. Sie soll den Schattenflur zerstören.

Der Teil des Buches, der am Hof spielt ist mit Abstand der Beste. Dort befinden sich einige Charaktere, die den ganzen Plot spannender und interessanter gemacht haben. Besonders hervorgestochen sind Genja, Alinas einzige Freundin am Hof, und der Dunkle. Die drei sind auch unter den Grischas etwas Besonderes, da niemand sonst ihre Fähigkeiten besitzt. Die Ausbildung von Alinas Fähigkeiten nimmt einen großen Teil des Buches ein und gibt einem Zeit den Hof des Zaren und die anderen Grischafähigkeiten zusammen mit ihr zu erkunden. Doch es wurde sich hauptsächlich auf Alinas Magie konzentriert und auf ihre Beziehung zu den anderen Grischas.

Die ganze Magie erscheint zauberhaft und wirklich, wirklich interessant und daher fand ich es sehr schade, dass es dazu keine weiteren Erklärungen gab. Sie war einfach da. Doch es interessiert mich sehr warum es die Grischa gibt, von wem sie abstammen, woher sie die magischen Fähigkeiten haben und vor allem wie der Schattenflur entstanden ist. 
Das ist wirklich ein großes Manko des Buches, doch ich habe Hoffnungen, dass diese Aspekte in Teil 2 aufgegriffen werden. 

Es hat wirklich Spaß gemacht das Buch zu lesen, da es trotzt fehlender Erklärungen ein wahrer Lesegenuss und wirklich mal anders war, als alles, was ich bisher gelesen habe. Das lag hauptsächlich an den tollen Charakteren - Nicht einer war mir unsympathisch, nicht einmal der Antagonist. (Gerade der ist einer meiner Lieblinge) - und der Welt in der das Ganze spielt. Es scheint eine Art von erfundenem Russland mit anderen Namen zu sein, was sich jedoch sehr ansprechend gestaltet hat. Ebenfalls hat die Karte vorne im Buch einem einen guten Anhaltspunkt gegeben wo sich Alina gerade befindet.

Eindeutige Leseempfehlung! 

4/5 Punkten 

Montag, 25. März 2013

Buchrezension - Clockwork Princess (Cassandra Clare)



 Titel: 
Clockwork Princess

Originaltitel: 
Clockwork Princess

Autor: 
Cassandra Clare

Seiten: 570

Verlag: Arena (noch nicht in Deutsch erschienen)

Preis: 19,99€ (Hardcover)






Kurzbeschreibung


THE INFERNAL DEVICES WILL NEVER STOP COMING

A net of shadows begins to tighten around the Shadowhunters of the London Institute. Mortmain plans to use his Infernal Devices, an army of pitiless automatons, to destroy the Shadowhunters. He needs only one last item to complete his plan: he needs Tessa Gray.

Charlotte Branwell, head of the London Institute, is desperate to find Mortmain before he strikes. But when Mortmain abducts Tessa, the boys who lay equal claim to her heart, Jem and Will, will do anything to save her. For though Tessa and Jem are now engaged, Will is as much in love with her as ever.

As those who love Tessa rally to rescue her from Mortmain’s clutches, Tessa realizes that the only person who can save her is herself. But can a single girl, even one who can command the power of angels, face down an entire army?

Danger and betrayal, secrets and enchantment, and the tangled threads of love and loss intertwine as the Shadowhunters are pushed to the very brink of destruction in the breathtaking conclusion to the Infernal Devices trilogy.


Meine Meinung


''December is a fortuitous time for a marriage,'' said the seamstress, speaking around her mouth of pins with the ease of years of practise. ''As they say 'When December snows fall fast, marry, and true love will last.'' 
Clockwork Princess Page 11

So beginnt Clockwork Princess, der (leider) letzte Band der Infernal Devices Reihe. Mit fast 600 Seiten liegen einem die ganzen Antworten auf Fragen, die sich im Laufe der Buchreihe angesammelt haben, vor einem. Was hat Mortmain genau vor? Zu welcher Art gehört Tessa? Schattenjäger oder doch Schattenweltler? Und am wichtigsten: Für wen wird sich Tessa letztendlich entscheiden?

Es war alles was ich mir erhofft hatte - wenn nicht besser. Cassandra Clare hat mich nicht enttäuscht. Trotz der offensichtlichen Tragik des ganzen Endszenarios von ,,Clockwork Prince'' schafft CC es die Geschichte mit dem gewohnten Humor weiterzuspinnen, SEHR unerwartete Wendungen mit einzubringen und gleichzeitig die Tränen fließen zu lassen. 
Nicht selten gab es Szenen, wo ich gleichzeitig gelacht und geweint habe oder einfach nur weinen musste, weil besagte Szene so wunderschön oder traurig war. 

Während die Frage nach Tessas Entscheidung den Leser weiter quält, muss sich Charlotte damit auseinandersetzen, dass ihre Führungsposition im Institut immer weiter untergraben wird. Gleichzeitig sorgt Mortmain für weitere Schwierigkeiten mit seinem drohenden Angriff, der jeden Tag kommen könnte und Jems Gesundheitszustand verschlechtert sich erschreckend. 

Das ganze Dilemma zwischen Will, Tessa und Jem lässt auf jeden Fall keine Langeweile aufkommen. Während sich Tessa dafür entschieden hat, Jem zu heiraten, leidet sich doch darunter Will so sehr zu verletzten. Will hat im Laufe der Buchreihe eine deutliche Veränderung durchgemacht, die ihn im Laufe der letzten beiden Bände zu einem offeneren und ein wenig verletztlicherem Menschen gemacht haben. Trotz allem lässt seine sarkastische Ader einen nicht lange auf die sehr erheiternden Kommentare warten, die für ihn so typisch sind. 
Jem's Charakterentwicklung ging genau in die entgegengesetzte Richtung. Er beweist mehr als einmal unglaubliche Charakterstärke, die bemerkenswert ist, vor allem unter den Umständen mit denen er leben muss. Er hat seinen Tod schon vor langem akzeptiert und geht dementsprechend damit um. Es war wahrlich erstaunlich mitzuerleben wir er anderen Trost spendet, während er sozusagen auf dem Sterbebett liegt und ihnen Mut zuspricht. 
Eine beindruckende Entwicklung der beiden Charaktere für welche Tessa die Ursache war. Schlussendlich ist es nicht eine Geschichte über Tessas Liebesleben gewesen, sondern über die Veränderungen, die sie bewirkt hat. 

Die ganzen Emotionen der zwischenmenschlichen Beziehungen, nicht nur derer unseres Trios, ist überwältigend gewesen. Clare führt gekonnt bereits vorhandene Beziehungen weiter, lässt neue bestehen und legt nicht nur auf romantische Liebe ihr Augenmerk, sondern auch auf die Wichtigkeit der familiären Liebe und Akzeptanz. Sie bringt so viel in ihrem neuesten Werk unter, dass sich der schlussendliche Eindruck kaum in Wort fassen lässt.  

Alle Fragen werden beantwortet und haben mich des öfteren sehr erstaunt zurückgelassen (Expect the Unexpected). Mortmain's Antrieb zu seinem Tun wird erklärt; Tessas Herkunft wird geklärt und man erfährt wie es zu den Umständen der Entstehung eines Portales kam. Besonders Tessa's schlussendliche Entscheidung war überraschend. Sehr überraschend. Ich bin noch immer im Zwiespalt, da ich nicht weiß wie ich diese Entscheidung einschätzen soll. Einerseits Wow - andereseits Woah.
Was Cassandra Clare alles mit ihrem Buch vermittelt ist erstaunlicherweise so tiefgründig, wie man es in Büchern selten findet und dabei auf so amüsante Weise verpackt.

Ein wundervoller Abschluss der Trilogie, der die Gefühle nicht unberührt lässt. Es ist schade von den Charakteren Abschied zu nehmen, besonders von Will's kleiner Schwester, die ich doch sehr ins Herz geschlossen habe, doch das wird nicht die letzte Begegnung mit den Bewohnern des Londoner Instituts gewesen sein, da ich plane sie noch sehr oft zu besuchen.
Kurz gesagt - Ein emotionales, packendes und einfach grandioses Buch.

5/5 Punkten 

Sonntag, 24. März 2013

Buchrezension - Der Feuerthron (Rick Riordan)


  Titel: 


Der Feuerthron

Originaltitel: 
The Throne of Fire

Autor: 
Rick Riordan

Seiten: 527

Verlag: Carlsen

Preis: 17,90€ (Gebunden)

Kurzbeschreibung

Der finstere ägyptische Gott Seth ist besiegt! Carter und Sadie Kane könnten sich also ganz ihrer neuen Aufgabe widmen: der Ausbildung von Nachwuchs-Magiern. Doch schon wieder kommt etwas dazwischen. Die Chaos-Schlange Apophis erhebt sich und strebt nach der Weltherrschaft. Der Einzige, der sie zurückschlagen könnte, ist der Sonnengott Ra. Sadie und Carter müssen ihn unbedingt auf ihre Seite bringen. Allerdings wirkt der Gott etwas – nun ja – unmotiviert. Um ihn aus seiner Lethargie zu wecken, brauchen die Kane-Geschwister mehr als ihre magischen Kräfte.

Meine Meinung

Ein paar Monate nach den Erlebnissen auf der roten Pyramide gerät man als Leser erneut mit Sadie und Carter in die Verwicklungen der ägyptischen Mythologie.
Das Buch beginnt ganz klassisch für Rick Riordan mit einem Museumseinbruch, da die Kane Geschwister die drei Rollen der Sonnenlitanei such um den König der ägyptischen Götter Re wieder aufzuerwecken. 

Verglichen mit seinem Vorgänger war das Buch doch um einiges besser. Nach Band 1 wusste man doch was man erwartet und ich persönlich konnte mich somit besser auf das wappnen was mich erwartet. Das Problem ist grundsätzlich einzig Sadie's Verhalten, welches bisweilen ein wenig anstrengend sein kann. Durch dieses affektierte Coolgetue ist sie nicht gerade leicht zu ertragen, doch ich muss sagen sie hat sich gebessert. Ganz so schlimm wie in Band 1 war es nicht mehr und man kann sagen, dass sie langsam erwachsen wird. Die ganze Geschichte konzentriert sich auch eher auf sie als auf Carter. Wie gewohnt wechselt die Erzählperspektive alle zwei Kapitel, doch die wirklich wichtigen Dinge geschahen fast ausschließlich in Sadies Kapiteln. 

Carter war in diesem Buch eher der ruhigere Pol. Er war mehr mit der Rettung der echten Zia Rashid beschäftigt als damit den Sonnengott wieder aufzuerwecken. Dass er für ein wildfremdes Mädchen seine Schwester sogar teilweise alleine die Sonnenlitaneien suchen lässt, kam mir allerdings ein wenig komisch vor. Das ist nicht das Verhalten des sonst so verantwortungsbewussten Carter. 

Dazu kommen einige neue Charaktere, die zum Teil sehr interessante Schicksale haben, wie beispielsweise Walt, einem Nachfahren des Echnaton und neue Götter. Die Fülle an Göttern, die es in der ägyptischen Mythologie gibt, ist beeindruckend und damit stürzen unzählige Informationen auf den Leser ein. Wenn man sich, wie ich, nicht besonders gut in der ägyptischen Mythologie auskennt, kann das alles schon ein wenig viel sein, doch es ist trotzdem immer wieder erheiternd die Darstellung Riordans dieser Götter zu lesen, auch wenn man in diesem Gebiet nicht so bewandert ist. 

Die Gefahr, die von der Chaosschlange Apophis ausgeht, bestimmt das ganze Buch. Man bekommt einen Vorgeschmack darauf, was im nächsten Band passieren könnte und wird ohne richtiges Ende in die Wartezeit auf das Ende der Trilogie geworfen. 
Bis auf das etwas unbefriedigende Ende war das Buch qualitativ um einiges besser als es noch ,,Die rote Pyramide'' war und lässt den Leser mit der Frage zurück, wie das Chaos abgewendet werden kann, wenn das Maat und das Chaos doch zusammenhängen?
Der nächste Teil wird mit Spannung erwartet.


3.5/5 Punkten

Ich danke dem Carlsen Verlag und Buchbotschafter ganz herzlich für dieses Vorableseexemplar!