Donnerstag, 20. Juni 2013

Buchrezension - Silber Das erste Buch der Träume (Kerstin Gier)


Titel:
Silber - Da erste Buch der Träume

Originaltitel: 
Silber - Das erste Buch der Träume

Autor: 
Kerstin Gier

Seiten: 410

Verlag: FBJ

Preis: 18,99€ (Gebunden)







                                                              Kurzbeschreibung                                                                  


Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen …



                                                                      Gestaltung                                                                            



Diese Gestaltung ist wirklich atemberaubend. Nicht nur das fantastische Cover, was mit den vielen wundervollen Details wirklich sehr, sehr liebevoll gestaltet wurde (die rote Eule gefällt mir am besten, total niedlich!), nein auch wenn man den Umschlag abmacht ... einfach wunderschön. Ich war wirklich sprachlos. Das Buch ist komplett rot und an den Buchumschlag mit einer Tür und wieder vielen kleinen Ornamenten und Vögeln gestaltet. Auf der Rückseite ist ein gestreifter Salamander und auch der Buchtitel auf dem Buchrücken ist auffallend. Das war den Gestaltern wohl noch nicht genug, denn es geht noch weiter! Das ganze Buch ist voller Ornamente und Blumen, die an den Kapitelanfängen und sonst noch ziemlich wahllos im Buch verteilt worden sind. Und der ''Tittle-Tattle Blog'' ist ebenfalls wie eine reale Website aufgebaut. Man kann einfach nichts anderes sagen als wunderschön. Allein s´für die Gestaltung würde ich schon 10 Sterne geben!



                                                                      Meine Meinung                                                                      



Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich könnte Lobeshymnen singen und es wäre nicht genug.

Das Buch hat mich schon gleich beim zweiten Satz in typischer Kerstin Gier Manier zum Lachen gebracht. Diese Frau ist so unglaublich witzig. 1/4 des Buches habe ich auf jeden Fall mit Lachen verbracht. Schon das allein gibt Pluspunkte ohne Ende. Auch die ganzen Anspielungen auf bekannte Dinge, z.B. Literatur sind einfach grandios eingebaut worden und zeigen das weite Spektrum in dem sich der Inhalt des Buches, neben der eigentlichen Geschichte, zusätzlich noch bewegt. Es macht alles in allem süchtig und die Geheimnisse sorgen noch dazu, dass sich ''Silber'' einfach nicht mehr aus der Hand legen lässt!

Die Figuren hatten neben ihren teilweise sehr interessanten Namen (Lottie Wastlhuber sei gegrüßt) ein auch sehr facettenreiche Charakterzüge. Trotz dem ganzen Witz schafft es Kerstin Gier immer ihren Protagonisten noch eine Tiefe zu geben, die sie alle sehr sympathisch macht. Bei keiner einzigen Figur hatte ich das Gefühl sie sei unnötig oder nervig.
Zuerst wäre da Liv. Mit ihrer Nerdbrille und ihren Kung Fu Fähigkeiten ist sie sicherlich nicht die typische Protagonistin, doch man schließt sie schon auf Seite 1 ins Herz. Sie hat ständig den Wohnort wechseln müssen, doch deshalb ist sie nicht verzweifelt oder gar depressiv; sondern hat immer eine freche Erwiderung auf Lager. Ihrem Sarkasmus kann man einfach nicht widerstehen. So haben auch die anderen Figuren ihre Besonderheiten, die sie einen ins Herz schließen lässt (Lotties Angewohnheit Buchstabensalat zu machen und die Durchgeknalltheit ihrer Mutter sind nur einige Beispiele).
Besonders hervorgetan hat sich (natürlich) die Vierer Gang in Blond. Die Vier könnten unterschiedlicher nicht sein. Geheimnisvoll, optisch umwerfend, fürsorglich oder gar ganz bescheuert. Alles ist dabei! Besonders haben sich mir die Beziehungen von von Henry und ihrem Bald-Stiefbruder Grayson zu Liv gefallen. Beide sind auf ihre eigene Weise sehr harmonisch und auch irgendwie niedlich.

Spannend wurde es dann als die Träume ins Spiel kamen. Es hat einige Zeit gedauert bis man überhaupt verstanden hat, was da passiert. Auch die Konsequenzen werden erst später klar und doch ist es trotz der Gefahren sehr faszinierend. Sich in Träumen besuchen zu können - wer würde sich das nicht wünschen? Ich hoffe auch, dass man im Folgeband noch mehr über die Träume erfährt. Momentan weiß man, dass sie da sind und auch wie es dazu kam, aber mich würden die weiteren Umstände auch noch sehr interessieren. Beispielsweise was wirklich alles möglich ist oder ob sie sich auch wieder abschaffen lassen. Durch die Träume war die ganze Stimmung des Buches sehr geheimnisvoll, oder eben auch verwirrend, was hervorragend nach Oxford gepasst hat. Das ganze Buch war überhaupt sehr bildlich. Durch die fantastischen Charaktere und den tollen Schreibstil hat sich Liv's ganze Welt ohne Probleme vor meinen Augen aufgebaut und ich muss sagen diese Welt gefällt mir sehr!

Der ''Tittle-Tattle Blog'' ist ebenfalls ein Nebenstrang der Handlung. Er erinnert vom Stil sehr an Gossip Girl und berichtet von den Schülern der Frognal Academy; wer mit wem zum Ball geht und wer wieder auf dem Markt ist. Die Verfasserin Secrecy (oder etwa der Verfasser?) ist noch unbekannt und ich habe im Gefühl, dass der Blog noch später sehr wichtig werden wird. Ich hab da schon so meine Vermutungen über den Verfasser, aber man wird sehen. Das Buch hat noch so einige Fragen offen gelassen (was passiert mit Anabel; werden die ''Guten'' gewinnen; wird Liv's Liebesleben überleben etc.) und um so quälender ist es daher das Buch ohne Antworten zu schließen. Gleichzeitig erhöht das natürlich die Spannung auf den zweiten Teil.



                                                                        Fazit                                                                                      



Ein wunderbares Buch, was mich sehr zum Lachen gebracht hat. Durch die geheimnisvolle und gleichzeitig witzige Stimmung entsteht eine Mischung, der man nur sehr schwer widerstehen kann. Das kam zwar nicht überraschend, (wer schon mal eins von Kerstin Giers Büchern gelesen hat, wird wissen was ich meine) dennoch ist es immer wieder eine positive Überraschung, wenn ein Autor nach Erfolgen wie der Edelsteintrilogie mit etwas Gleichwertigem weiterarbeitet. 
Eindeutige Leseempfehlung!



                                                                    Bewertung                                                                             



4.5/5 Punkten  


Dienstag, 18. Juni 2013

Neuzugänge #22




BÜCHERRRRRRRRR! Da wartet man ewig auf sie, erwartet diese ganzen einzelnen Lieferungen aus Amerika/Kanada/sonstwo und dann kommen solche Monsterpakete. Aber Monsterpakete sind was Schönes :)






Cinder ist ja eines der megagehypten Bücher und das muss natürlich gelesen werden, was ich auch getan habe. Den Hype kann ich jetzt ganz gut nachvollziehen und die Rezi wird auch bald irgendwann kommen, wenn ich mit den anderen soweit bin ^^
Eve &Adam. Es soll ja echt grausam schlecht sein. Bisher hab ich zwar erst 60 Seiten gelesen, aber so schlecht ist es eigentlich nicht, allerdings kann sich das in den restlichen 230 Seiten noch ändern xD




Die einzigen beiden neuen Bücher der Bestellung. Starcursed und Dare you to sind beides zweite Teile und ganz offensichtlicherweise mussten sie her, weil die Vorbände extreeeeeeeem gut waren! Was mcih nur ein wenig aufregt, ist dass sie bei Starcursed das Material des Buchumschlag geändert haben und die beiden Bücher schon wieder nicht exakt gleich sind -.- DAMN YOU PUTNAM



Und The Name of the Star. Da Maureen Johnson ja mit Cassandra Clare die Bane Chronicles schreibt, wollte ich unbedingt mal was von ihr lesen, da ich wissen will was so zu erwarten ist :)
Und der Aufbruch wurde mir in meinem Buchladen schmackhaft gemacht und wenn man von einem Buch bzw. der Beschreibung eines Buches so begeistert ist und man es unbedingt lesen will, habe ich es immer so im Hinterkopf und das ist ganz schrecklich! =D 
Das überraschende ist, dass von den 4 gebrauchten Büchern, man den gebrauchten Zustand nur The Name of the Star ansieht. Die andern sehen top aus, was mich sehr freut =)


Habt ihr schon eines der Bücher gelesen? Oder wollt ihr sie lesen? Oder habt ihr Empfehlungen? Egal was, die Kommentarbox steht ganz weit offen und freut sich über Kommentare (=

Montag, 17. Juni 2013

Buchrezension - Dark Love (Lia Habel)


 Titel: 
Dark Love

Originaltitel: 
Dearly Departed

Autor: 
Lia Habel

Seiten: 512

Verlag: Carlsen

Preis: 15,99€ (Taschenbuch)




                                                           Kurzbeschreibung                                                                         



Das Jahr 2195: Im Schatten einer neuen Eiszeit ist die Gesellschaft zerfallen, und die Menschen kämpfen gegen lebende Tote. Als die 17-jährige Nora entführt wird, verliebt sie sich ausgerechnet in deren Anführer. Sie erfährt, dass sie das Schicksal aller wenden kann. Doch sie muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht … Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und Digitagebücher – das ist die Welt von Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird: Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt – und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, doch die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Nur Noras Vater, ein hochrangiger Wissenschaftler, könnte ein Gegenmittel entwickeln, doch er ist selbst infiziert und droht zu sterben. Ist Noras Welt endgültig dem Untergang geweiht?





                                                                    Meine Meinung                                                                      




Eine Zukunftsvision in der alles wieder so ist wie es früher einmal war (von der Technik mal abgesehen) kombiniert mit Zombies. Das lässt selbst Nicht-Zombie-Fans, wie mich, zu diesem buch greifen. 


Dennoch haben selbst die besten Ideen Mankos. In diesem Falle wären das die ständig wechselnden Sichtweisen. Die Intention der Autorin war vermutlicherweise den Leser auch an den Geschehnissen außerhalb des Zombielagers teilhaben zu lassen. Dennoch waren 5 verschiedene Sichtweisen einfach zu viel. Nicht nur, dass der Sinn der Kapitel sich teilweise nicht so ganz erschließen ließ, nein, die Kapitel von Pamela, Wolfe und Noras Vater waren sehr sehr zäh zu lesen. Zudem hat es mich einfach nicht interessiert was außerhalb passiert. Durch Brams Perspektive hat man genug Aspekte der politischen und gesellschaftlichen Ereignisse mitbekommen. Noras und Brams Sichtweise reicht völlig aus. Besonders als die Liebesgeschichte immer intensiver wurde, störten die anderen POVs doch zunehmend. 

Einerseits hat die Liebesgeschichte dies zu einem Teil entschädigt. Nora ist verständlicherweise verängstigt als sie von den Zombies gefangen genommen wird, und wer wäre das nicht? Bram dagegen findet sie sehr schön und zudem haben Menschen eine sehr anziehende Wirkung auf Zombies. Er war unglaublich lieb und sanft zu ihr und die langsame Eingewöhnungsphase wird schnell durch ein Zugehörigkeitsgefühl ersetzt, welches Nora unter den Zombies entwickelt. Sie verliebt sich trotz der offensichtlichen Schwächen an Bram (sein Zombiesein) in ihn und akzeptiert alles an ihm. Diese Entwicklung war wirklich wunderschön und herzergreifend.

Aber dann hörte es irgendwann damit auf und es ging zu dem Teil der Geschichte über wo mehr Action war. Ich habe nicht direkt etwas gegen Action, aber es ist schon schwierig sie richtig hinzubekommen. Bei ''Dark Love'' wurden leider die meisten anderen Aspekte der Geschichte verdrängt. Es wurde wirrer und zunehmend mehr auf andere Sachen Bezug genommen, die bisher nur am Rande erwähnt worden waren. Der rote Faden ist mir hier nicht so ganz klar gewesen an manchen Stellen. Außerdem wechselte der POV noch öfter. Anfangs war das eigentlich noch erträglich, aber im letzten Drittel des Buches ist wirklich jedes Kapitel konstant aus einer anderen Sicht. Das war furchtbar anstrengend und nervig, vor allem da sich die POVs von Noras Vater und Wolfe sich nicht so sehr voneinander unterschieden haben. Das hat dem Buch leider einen schlechten Nachgeschmack verliehen.

Die Zombies waren überraschenderweise relativ harmlos. Wie oben erwähnt bin ich kein Zombie-Fan. Das ist erst mein zweites Zombie Buch, was ich jemals gelesen habe und im Gegensatz um ersten war es wirklich kindgerecht. Es fehlten den Zombies zwar schon mal Arme oder Augen, aber es war in keinster Weise eklig beschrieben, was wirklich eine große Erleichterung war!



                                                                    Fazit                                                                                           


Aufgrund des zunehmenden Dramas und der Action gegen Ende wurde ein ansonsten wundervolles Buch ein klein wenig ruiniert. Die Grundidee war wirklich einiges Wert, jedoch kann ich als Nicht-Action-Fan nur die ersten 2 Drittel des Buches empfehlen.


                                                                   Bewertung                                                                            


3/5 Punkten 

Sonntag, 16. Juni 2013

Buchrezension - Pandemonium (Lauren Oliver)


 Titel: 
Pandemonium

Originaltitel: 
Pandemonium

Autor: 
Lauren Oliver 

Seiten: 352

Verlag: Carlsen

Preis: 17,90€ (Gebunden)



                                                          Kurzbeschreibung                                                                      


Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Die glaubte, was man ihr sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe.


                                                              Meine Meinung                                                                              


Pandemonium hatte gute und schlechte Seiten. 

Erstmal die Guten:
Lena war sehr anders als in Band 1. Sie ist viel stärker geworden und handelt überlegter, was eine große Erleichterung war, da ich ihre Handlungen in Band 1 zuweilen unverständlich und sinnlos fand. 
Durch die ,,Jetzt'' und ,,Damals'' Erzählung wird dieser Unterschied noch einmal sehr offen dargelegt um die charakterliche Entwicklung noch einmal zu verdeutlichen. Das ,,Damals'' lässt einen begreifen wie Lena zu dem Menschen geworden ist, der sie ist. Julian jedoch lässt im Laufe des Buches wieder ihre weiche Seite zum Vorschein kommen, was sich allerdings nicht negativ auf Lenas Handlungsweise auswirkt. Eher im Gegenteil. Sie wird zu einem Charakter, der zwar fühlt und dessen Handlungen nachvollziehbar sind, jedoch nicht ihre Handlungen nur von Gefühlen abhängig macht. 

Dann wäre da auch noch Julian. Im Liebesdreieck stellt er das Gegenstück zu Alex dar, und ich war erleichtert, da ich mit Alex nie ganz warm geworden bin. Von Alex hat man niemals eine Weiterentwicklung gesehen oder auch nur Ansatzweise irgendetwas unperfektes. Julian dagegen muss nicht nur mit seiner Krankheit sondern auch mit anderen Dingen, wie seinem Vater, kämpfen. Er ist als Sohn eines wichtigen Politikers in einer schwierigen Situation und ebenso wie er Lena verändert hat, verändert er sich auch durch Lena. 
Schon allein deshalb wirken die Beiden um einiges harmonischer als Lena und Alex es je getan haben. Durch Julian hat die Geschichte um einiges an Wert gewonnen, da er einfach ein so toller Charakter ist und ich mir nicht vorstellen kann wie man ihn nicht mögen kann. 

Dennoch ließ das Buch an anderen Stellen zu wünschen übrig. Es ist eindeutig wie so ziemlich jeder andere Dystophieroman ein Revolutionsbuch, dennoch lässt sich für mich nicht ganz der Sinn erschließen. Die Rebellen scheinen gemeinsam mit dem falschen System Sache zu machen, sind aber gleichzeitig wieder dagegen. 
Mir sind eindeutig zu viele Fragen und Dinge unerklärt geblieben. Das sollte eigentlich nicht passieren und dennoch gibt es so viele unklare Dinge in dieser Buchreihe, die die Welt oder die Handlungen der Figuren betreffen.


                                                                         Fazit                                                                                  


Im Gegensatz zu Delirium war dieses Buch um einiges besser, was besonders an Lenas charakterlicher Veränderung und Julian lag. Dennoch sind mir die Dinge noch etwas zu unklar und ich hoffe auf Erklärungen meiner Fragen in Requiem. 
Für Fans der Reihe ist es sicherlich ein empfehlenswertes Buch, aber dennoch würde ich eher von der Reihe abraten, da es einige bessere Reihen gibt, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen.


                                                                   Bewertung                                                                            


3.5/5 Punkten 

Sonntag, 9. Juni 2013

Clockwork Angel - Manga vs Buch



Ein Graphic Novel hab ich mit Clockwork Angel zum ersten Mal gelesen. Schon vorher haben mich Mangas begeistert, aber ich habe noch nie etwas gelesen, dass nach einer Buchvorlage gezeichnet wurde und war dementsprechend auch ein wenig skeptisch, ob die Geschichte originalgetreu weitergegeben werden kann.




Sie kann es. Wie man sich denken kann, wurden natürlich nur die Dialoge übernommen, da äußere Umstände (Pracht des Instituts etc.) durch die Bilder dargestellt wurden. Die Dialoge sind exakt übernommen worden, was in meinen Augen einen sehr großen Pluspunkt darstellt. Dadurch geht auch der großartige Sarkasmus, den Cassandra Clare ihren Charakteren zugute kommen lässt, nicht verloren.
Die komplette Handlung des ersten Buches wurde in 8 Kapiteln zusammengefasst statt den 22 Buchkapiteln, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass etwas fehlt oder zu schnell behandelt wurde.



Die Zeichnungen sind wirklich toll. Viel besser als ich erwartet hätte. Bis auf Henry und Magnus sind alle Charaktere optisch gelungen. Besonders Charlotte sticht sehr positiv heraus, da sie in meinem Kopf nie so aussah. Ich hatte immer ein älteres Bild von ihr im Kopf, aber der Manga hat mir vor Augen geführt, das dem ja eigentlich nicht so ist. Die Zeichnungen sind zudem recht detailliert und besonders der gekonnte Einsatz von Rasterfolie gefällt mir gut.




Was ist empfehlenswerter? Buch oder Graphic Novel?                                                                        


Hardcore-Fans werden, soweit sie Mangas/Graphic Novels mögen, höchstwahrscheinlich beides lesen wollen. Natürlich ist das Buch viel detaillierter, da es viel mehr Seiten und Möglichkeiten hat Dinge zu beschreiben, die im Graphic Novel ''nur'' visuell dargestellt werden können. Dennoch geht nichts von der Geschichte verloren und man kann auch getrost nur das Graphic Novel lesen um die Handlung verstehen zu können. Besonders für Nicht-, oder nur Gelegenheitsleser, die lange Bücher nicht gewohnt sind, ist dies wohl eine willkommene Möglichkeit trotzdem Cassandra Clares wunderbare Geschichte miterleben zu können.


Fazit                                                                                                                                                            


Wirklich sehr schöne Zeichnungen, die kombiniert mit Cassandra Clares geistreichen Dialogen ein ganz eigenes Leseerlebnis erschaffen, dass zwar das Buch auf keine Weise mindert, aber einem doch noch eine andere Perspektive auf die Geschichte ermöglicht.