Dienstag, 2. Juli 2013

Buchrezension - Aufbruch Partials 1 (Dan Wells)


 Titel:
Aufbruch - Partials 1

Originaltitel: 
Partials

Autor: 
Dan Wells

Seiten: 512

Verlag: IVI

Preis: 16,99€ (Hardcover)



                                                               Kurzbeschreibung                                                                    


Den Krieg gegen die Partials, künstlich erschaffene Menschen, haben nur wenige tausend echte Menschen überlebt. Die 16-jährige Kira begibt sich mit einer Gruppe Verbündeter nach Manhattan, ein Gebiet, das die übermächtigen Partials beherrschen. Und dabei entdeckt sie, dass nicht nur die Menschen, sondern auch die Partials vor dem Untergang stehen – und beide mehr gemeinsam haben, als sie ahnten. Die letzten Menschen haben sich nach einer verheerenden Katastrophe nach Long Island, vor die Tore Manhattans, zurückgezogen. Die Partials, übermächtige Krieger, die einst von den Menschen erschaffen wurden und sich dann gegen sie wendeten, bedrohen die Überlebenden. Und eine unheilbare Seuche fordert ihre Opfer. Die sechzehnjährige Kira setzt alles daran, einen Weg zu finden, die Krankheit zu heilen. Doch dieser Weg führt sie nach Manhattan, mitten in das Gebiet der unheimlichen Partials. Und was sie dort entdeckt, wird nicht nur ihr eigenes, sondern das Schicksal aller Geschöpfe auf unserem Planeten verändern …


                                                                    Meine Meinung                                                                       


Die Menschheit ist fast ausgerottet. Babies sterben kurz nach der Geburt und die biologischen Waffen, die Partials, haben sich gegen die Menschheit gewandt. Es leben nur noch knapp 40000 Menschen auf Long Island und der jüngste Mensch der Welt ist 14 Jahre alt.

Die zweite Dystophie, die ich je von einem männlichen Autor gelesen habe. Dieses Genre ist ja eher den Frauen vorbehalten gewesen, doch hier ist wirklich ein anderes Exemplar des postapokalaptischen Dramas zustande gekommen. Es ist mehr ernst zu nehmen als die anderen Dystophien, was besonders am Mangel der Liebe liegt. Unser Hauptcharakter Kira hat nämlich schon einen Freund und ist auch nicht auf der Suche nach einem Ersatz. Auch zwischen den Beiden passiert nicht besonders viel, weshalb Leser, die auf der Suche nach einer großen Liebesgeschichte sind, hier sehr falsch sind. 

Die Apokalypse steht sehr im Vordergrund, ebenso wie der wissenschaftliche Anteil und die Vergangenheit. 
Den Partials begegnet man erst gut nach einem Drittel des Buches, doch schon vorher bekommt man eine Ahnung, dass die biologisch erschaffenen Menschen eine ernst zu nehmende Bedrohung sind. Eine gruselige und doch sehr realistische Vorstellung von einem Experiment, dass durch Biochemie erschaffen wurde. 
Als angehende Ärztin ist Kira sehr daran interessiert ein Heilmittel zu finden. Auf der Suche nach dem Heilmittel führt Kira einige wissenschaftliche Untersuchungen durch und die chemischen und biologischen Aspekte, wie Resistenz, Immunität und Mutation, werden ausführlich ausgeführt. Man merkt, dass der Autor Ahnung von dem hat worüber er schreibt. Das allein ist schon ein großer Pluspunkt, wenn man mal an die "Die Auswahl"-Trilogie denkt, wo man vor vollendete Tatsachen gestellt wurde mit null Erklärung!
Zudem war es alles hochinteressant, da ich Biologie sehr mag. Doch das ist jedem selbst überlassen, denn wenn man die Wissenschaften nicht so mag, könnten einige Stellen des Buches doch sehr ermüdend sein. 
Die Vergangenheit ist im Buch auch sehr gut rübergebracht worden. Die Geschichte spielt in 2076, also quasi in 63 Jahren und die Welt hat sich dermaßen verändert, beziehungsweise zurückentwickelt. Zudem schwindet die Population und Kinder gibt es auch keine mehr. Es gibt diese eine Szene, wo ein älterer Mensch den "Seuchenbabys" von Eishockey erzählt. Sie können sich allein den Stromverbrauch für so ein unwichtiges Ereignis nicht vorstellen und diese Reaktion auf etwas, was für uns normal ist, macht einen schon nachdenklich, was wir mit den Ressourcen der Welt anstellen. 
Auch die Fragen warum es die Partials gibt, von dem offensichtlichen Grund mal abgesehen, und wie die Seuche entstanden ist, sind hoch interessant und bleiben bis zum Ende des Buches offen und bieten noch Stoff für weitere Bände, die scheinbar in eine andere Richtung gehen werden als der erste Band. 

Kira als Hauptcharakter war eine wunderbare Abwechslung zum typischen Dystophie-Hauptcharakter. Wie schon erwähnt beschäftigt sie sich mehr mit der Suche nach einem Heilmittel als mit ihren eigenen Problemen und jammert auch nicht rum. Sie ist stark und sehr realistisch. Auch die anderen Charaktere waren facettenreich, wenn auch noch etwas farblos im Gegensatz zu Kira, doch Band 2 wird in diesem Punkt bestimmt noch mehr bieten. 

Teile des Buches vergingen recht langsam, doch die Meiste Zeit war die Spannung sehr stark und besonders das Ende bietet einem noch einiges für sein Geld. Es werden neue Fragen geschaffen und die Richtung für Band 2 wird vorgegeben. 
Das Faszinierende ist, dass das Buch trotz allem in sich abgeschlossen ist und von daher auch als Einzelband fungieren könnte, wenn man die offengeblieben Fragen ignoriert. Da ich sie allerdings nicht ignorieren will, bin ich sehr gespannt auf Band 2!


                                                                              Fazit                                                                                


Ein faszinierendes, spannendes Buch mit einem hohen wissenschaftlichen Anteil und einer beängstigend realen Zukunftsvision, das auch ohne Liebesgeschichte auskommt und dem Leser wunderbare Stunden bietet.


                                                                         Bewertung                                                                        

4/5 Punkte

Montag, 1. Juli 2013

Monatsrückblick - Juni 2013

Und wieder ein Monat rum. Ich habe das Gefühl als würde ich das am Anfang jedes Monatsrückblickes schreiben. Wer weiß vielleicht ist das auch so, aber ich bin einfach extrem erschöpft immer von der Schule usw., dass es mich überrascht wie schnell die Zeit vergeht 


Juni (Bücher = 12, Seitenzahl : 4923 )                                                                                                         


Juni (Bücher = , Seitenzahl : )
Forget You (292)
Red Glove (325)
Evermore 5 (349)
Godspeed 2 (458)
Dark Triumph Die Tochter des Verräters (541)
Anna & the French Kiss (372)
Cinder (387) (Wie Monde so silbern)
Silber - Das erste Buch der Träume (410)
Dare you to (464)
Aufbruch Partials 1 (506)
Scarlet (452) (Wie Blut so rot)
Star Cursed (367)


                                                                              Best                                                                               




Ein wundervolles Buch. Ich hatte diesen Monat überraschend viele gute Bücher (Silber, Cinder, Dare you to, Partials, Godspeed) und Anna & the French Kiss war leider nur ein Re-Read, weil das kann selbst Scarlet nicht toppen. 
Ich liebe Rotläppchen; ich fand das Märchen schon immer mit am Besten und Scarlet war auch viel cooler als Cinder (sorry Cinder-Fans) und Wolf *-* Vor allem das es in Frankreich gespielt hat und hachja. Davon würd ich ja gern ne Verfilmung haben, aber ich glaube das lässt sich alles schwer handhaben. Eine Serie wäre natürlich noch besser 8))))

                                                                           Worst                                                                              




Ich kann gar nicht sagen, welches schlechter war. Ich hatte bei Beiden gleichermaßen das Bedürfnis meinen Kopf irgendwo gegen schlagen zu müssen. Sagen wir mal "Forget you" war schlimmer, vor allem weil es bei "Evermore" schon keine Überraschung mehr ist wie schlecht es einfach ist -.-


Pläne für den Juni                                                                                                                                      


  • Die Saat des goldenen Löwen 
  • The Name of the Wind
  • Mansfield Park
  • Sturm der Schwerter
  • The Name of the Star

Ich habe mir für Juli mal nicht ganz so viel vorgenommen, da ich zum größten Teil nicht da sein werde und das mit dem "Was werde ich nächsten Monat lesen" ja immer so gut wie nie klappt 
(sehen wir mal auf die Statistik =
  • Vorgenommen für den Feburar -> 10 Bücher /Davon gelesen im Februar -> 3 Bücher (immerhin)
  • Vorgenommen für den März -> 5 Bücher /Davon gelesen im März -> 4 Bücher (Whoah :D)
  • Vorgenommen für den April -> 8 Bücher /Davon gelesen im April -> 3 Bücher 
  • Vorgenommen für den Mai -> 7 Bücher /Davon gelesen im Mai -> 3 Bücher 
  • Vorgenommen für den Juni -> 7 Bücher /Davon gelesen im Juni -> 2 Bücher

Okay ganz so schlecht ist das dann doch nicht :D Einmal hätt ichs sogar fast geschafft  ._.)

Nicht Rezensiert:                                                                                                                                  

Wow ich habe mal alles rezensiert in diesem Monat!!!
Ich bin extrem stolz xD Das ist ja bisher (zumindest dieses Jahr)  noch nicht passiert. Veröffentlicht sind noch nicht alle, aber schon geschrieben ^^



Wie war euer Lesemonat so? Sind irgendwelche neuen unglaublich tollen Bücher erschienen? Ich freue mich über Kommentare =)  

Samstag, 29. Juni 2013

Buchrezension - Dare you to (Katie McGarry)


Titel:
?

Originaltitel: 
Dare you to

Autor: 
Katie McGarry

Seiten: 468

Verlag: Harlequin Teen

Preis: 13,60€ (Gebunden)






                                                                 Kurzbeschreibung                                                                       


"I dare you…"

If anyone knew the truth about Beth Risk's home life, they'd send her mother to jail and seventeen-year-old Beth who knows where. So she protects her mom at all costs. Until the day her uncle swoops in and forces Beth to choose between her mom's freedom and her own happiness. That's how Beth finds herself living with an aunt who doesn't want her and going to a school that doesn't understand her. At all. Except for the one guy who shouldn't get her, but does….

Ryan Stone is the town golden boy, a popular baseball star jock—with secrets he can't tell anyone. Not even the friends he shares everything with, including the constant dares to do crazy things. The craziest? Asking out the Skater girl who couldn't be less interested in him.

But what begins as a dare becomes an intense attraction neither Ryan nor Beth expected. Suddenly, the boy with the flawless image risks his dreams—and his life—for the girl he loves, and the girl who won't let anyone get too close is daring herself to want it all….



                                                                   Meine Meinung                                                                            


Beth und Ryan. Ihre Geschichte ähnelt Noahs und Echos in keinster Weise, was einen Pluspunkt in der Variabilität der Autorin darstellt. 

Beths Geschichte, die in "Pushing the Limits" nur am Rande behandelt wurde, nimmt hier ihre volle Gestalt an. Ihre Mutter ist Drogen- und Alkoholabhängig. Der Freund ihrer Mutter ist Dealer und zudem gewalttätig. Nachdem Beth die Schuld für einen Vorfall zwischen den Beiden auf sich nimmt, wird sie ihrem Onkel die Vormundschaft für sie überschrieben. Sie muss fortan in einer neuen Stadt, einer neuen Schule und in einer neuen Familie zurechtkommen, in die sie offensichtlich nicht passt. 
Ryan hat dagegen fast Luxusporbleme. Fast. Sein Vater bestimmt sein Leben von vorne bis hinten und sein Talent zur Schriftstellerei wird nicht wahrgenommen, da nur Baseball für seinen Vater zählt. Dass sein Bruder sich von der Familie abgekapselt hat und die Ehe der Eltern nur eine Farce ist, macht es nicht besser.

Die Geschichte ähnelt seinem Vorgängerband zwar nicht, aber sie enthält mehr bekannte Elemente. Gerade Ryan findet man in den meisten solcher Dramen wieder. Ein begnadeter Sportler, der ein geheimes Talent hat, was von seinem Vater nicht gewürdigt/akzeptiert wird? Hallo Troy Bolton, sag ich da nur. Trotzdem war Ryan ein sympathischer Charakter, der Beths perfektes Gegenstück darstellt. Dennoch kam ich nicht umhin diesen Vergleich einfach ziehen zu müssen. 
Auch Beth hat in der neuen Schule einige bekannte Probleme. Ryan Exfreundin tut alles um ihn wieder zurück zu bekommen und da wird Beth auch schon hie rund da mal gemobbt. Dass Beth sich ebenfalls für nicht würdig genug hält Ryans Freundin zu sein .... Ja, das klingt ebenfalls bekannt. 
Dennoch wird dies alles erst gegen Ende offensichtlicher, weshalb es nur minimalen Punktabzug gab. 

Denn trotz allen stereotypischen Elementen, war das Buch wirklich gut gemacht und auch an einigen Stellen sehr berührend. 
Beth ist ein Charakter, den man leicht mag und auch ihre Art mit Problemen umzugehen ist bewundernswert. Jahrelang hat sie für ihre Mutter gesorgt, die sie vor dem Gefängnis bewahren wollte und hat nicht an sich selbst gedacht.
Ryan dagegen ist mit dem Luxus gesegnet sowohl beliebt, begabt als auch reich zu sein und von daher psychisch nicht ganz so labil. Er und Beth sich näher, nachdem ihr Hass auf ihn überwunden ist, und man merkt auch deutlich, dass er vorher schon Zweifel an seinem Leben hatte und ihm das nicht erst durch Beth klar wird. 
Die Beziehung der Beiden kommt überraschend schnell zustande und der interessanteste Faktor in dieser Beziehung ist wohl Isaiah, Beths bester und einziger Freund. Er liebt sie. Das beruht zwar nicht auf Gegenseitigkeit, aber das Vertrauen in eine solche Freundschaft kann man nicht loslassen, weshalb er ein großes Hindernis für Ryan darstellt. 
Die Überraschungen liegen in Beths Vergangenheit, die auch durch ihren Onkel aufgedeckt werden, welcher auch eine wichtige Person in diesem Buch ist und Beth Halt gibt. 
Die sich aufbauende Beziehung zu ihrem Onkel, war fast genauso schön zu erlben, wie die zu Ryan. Die familiären Banden spielen eine große Rolle, was mir sehr gut gefallen hat, wie im Grunde alles in diesem Buch. 


                                                                            Fazit                                                                                     

Ein wirklich schönes Buch, dass von der Tiefe und Originalität leider nicht ganz mit "Pushing the Limits" mithalten konnte, aber trotzdem wunderschöne Lesestunden garantiert.

                                                                       Bewertung                                                                               



4/5 Punkten 

Freitag, 28. Juni 2013

Buchrezension - Wie Monde so silbern (Marissa Meyer)


Titel:
Wie Monde so silbern

Originaltitel: 
Cinder

Autor: 
Marissa Meyer

Seiten: 416

Verlag: Carlsen

Preis: 18,90€ (Gebunden)






                                                       Weitere Bände der Reihe                                                                 

  1. Wie Monde so silbern
  2. Wie Blut so rot 
  3. Wie Sterne so golden 
  4. Winter (2015)

                                                           Kurzbeschreibung                                                                         


Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie in dem großen Ball, auf dem Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …



                                                                Meine Meinung                                                                        


Noch eine Cinderella Variation? Gab es davon nicht schon genug? Zumindest jetzt noch nicht. Marissa Meyer belebt das alte Märchen wieder auf eine Weise, die wohl den meisten unbekannt sein dürfte. 
Cinder als Roboter und ihr Prinz als Herrscher über ein futuristischen Beijing. Das war in der Tat mal eine etwas andere Interpretation. Zu den bekannten Elementen kommen die Lunar hinzu, die Mondbewohner, welche zu Anfang des Buches jedoch noch sehr undurchsichtig sind.

Alles beginnt mit der Begegnung von Prinz und Prinzessin .... oder eher Roboter. Prinz Kai kommt zu Cinder um einen Androiden reparieren zu lassen, der scheinbar Information von höchsten Wert besitzt. Zudem erkrankt ihre Stiefschwester Peony an der geheimnisvollen Letumosis-Seuche, die seit Jahren unheilbar ist. Ihre Stiefmutter, völlig überzeugt von Cinders Schuldanteil an dieser Erkrankung, schickt sie weg, damit sie als Forschungsobjekt dienen kann und so die Chance auf ein Heilmittel besteht. Doch keiner hat diese Position als Forschungsobjekt bisher überlebt.

Cinder wächst einem schnell ans Herz. Sie ist schlagfertig, mutig und schlau. Wer mit so einer Stiefmutter gestraft ist, verdient jede Sympathie, die er oder sie bekommen kann. Sie arbeitet den ganzen Tag und darf sich zu Hause die Vorwürfe von ihrer Stiefmutter Adri anhören. Sie sei ein Dieb; schuld am Tod ihre Stiefvaters und nicht wert genug zum Ball zu gehen. 
Mit der Stiefmutter hat Marissa Meyer ein fast noch grausameres Bild der Stiefmutter geschaffen als es typisch ist. Sie nutzt jede Gelegenheit um Cinder unter die Nase zu reiben, dass sie kein Mensch ist und dass sie ihre zweite Chance zu leben nicht verdient hat. Diese Stiefmutter war unglaublich grausam und übertrifft damit die Erwartungen, die ich hatte, um Längen. Die böse Stiefschwester verblasst neben so einem Monster geradezu. Das interessante war, dass Cinders andere Stiefschwester zu ihr aufsah und die beiden eine gute Beziehung hatten. Um so tragischer ist es natürlich, dass sie später erkrankt, denn neben ihrer Schwester hat Cinder nur noch Iko, einen Androiden. Abgesehen von den Beiden verachtet sie jeder aufgrund ihrer Nichtmenschlichkeit. 

Das ändert sich als Prinz Kai auftaucht, der geradezu hingerissen von Cinder ist. Er will unbedingt zum Ball gehen und es ist geradezu zuckersüß, wie er sich um sie bemüht. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit fragt er sie ob sie ihm nicht die Ehre erweisen würde seine Partnerin zu sein. Doch nicht nur als potenzieller Lover macht Prinz Kai etwas her. Als angehender Regent von New Beijing ist er tief in den politischen Machenschaften verstrickt, die besonders die Lunar betreffen, welche man aus Cinders Sicht nie hätte erleben können. Die Kapitel aus seiner Sicht geben dem Leser Einsicht in das Staatssystem und in die Art der Lunar, die sich zeitweise in diesem Buch am königlichen Hofe befinden. Seine Sichtweise war fast sogar noch ein wenig besser als Cnders, da ich Politik immer sehr interessant finde und auch seine Handlungsweise sehr reif und größtenteils nachvollziehbar fand. Als Regent muss er auf das gößere Wohl bedacht sein und so ist das Ultimatum vor welches ihn Königin Levana, die Königin der Lunar, eine große Last. Entweder er heiratet sie oder sie wird ihre Truppen auf ganz New Beijing loslassen. Nach vier Weltkriegen sind die politischen Oberhäupter darauf bedacht es nicht so weit kommen zu lassen, aber Königin Levana zu heiraten erscheint Kai nicht als erstrebenswertes Ziel, doch was soll man tun als König?

Von den Lunar erfährt man erstaunlich wenig und ich hoffe doch, dass einem im Folgeband die Augen geöffnet werden. Man weiß bisher sehr wenig von den Mondbewohnern. Wie sind sie auf den Mond gekommen? Sind sie mutiert um dort leben zu können? Woher haben sie die Fähigkeiten, die die Menschheit vernichten könnte? Wie sehen ihre magischen Fähigkeiten genau aus? Die Liste könnte noch weitergehen, aber da noch 3 Bände zu erwarten sind, lasse ich das mal.

Das Buch war stellenweise ein kleines bisschen zäh, weshalb es auch nicht di evolle Punktzahl bekommt. Besonders gegen Anfang war noch alles zu neu und nicht ganz so fesselnd, wie ich mir das vorgestellt hatte. Das ändert sich jedoch bald. Mit der ersten schockierenden Wendung kommt jedoch alles ins rollen und die Geschichte wird packender. Es war zwar bald ziemlich offensichtlich in welche Richtung das Buch verlief, besonders nachdem die Geschichte der Mondkönigin erzählt wurde, dennoch hat es Spaß gemacht zu lesen, wie Cinder es auf eigene Weise herausgefunden hat. 



                                                                         Fazit                                                                                  


Ein wundervolles neu erzähltes Märchen von Cinderella, dass auf eigene futuristische Weise verpackt wurde und dem Leser einige fesselnde Lesestunden beschert. Für Fans von Märchen eindeutig zu empfehlen, da die Cinderella Aspekte ganz deutlich hervorgehoben werden und nicht unter den Dystophie-Elementen verschwinden.


                                                                    Bewertung                                                                               



4.5/5 Punkten

Buchrezension - Dark Triumph Die Tochter des Verräters (Robin LaFevers)


Titel:
Dark Triumph - Die Tochter des Verrästers

Originaltitel: 
Dark Triumph

Autor: 
Robin LaFevers

Seiten: 544

Verlag: cbt

Preis: 14,99€ (Taschenbuch)






                                                                Kurzbeschreibung                                                                      


Sie ist berufen zu töten und auserkoren zu lieben.

Zerrissen von Trauer und Verzweiflung, findet Sybella, die Tochter des skrupellosen Verräters d'Albret, Zuflucht im Kloster St Mortain. Ausgebildet in den Künsten des Todes, machen ihre Wut und ihre Schönheit sie zu einer gefährlichen Waffe. Doch der Auftrag, an den schrecklichen Ort ihrer Herkunft zurückzukehren, verlangt ihr alles ab. Ist Rache ihr einziges, düsteres Schicksal? Sybella braucht Hoffnung, um in diesem bitteren Spiel zu überleben. Da trifft sie auf einen verletzten Krieger, dem sie helfen soll ...


                                                                  Meine Meinung                                                                            


Robin LaFevers hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf. Man wird sofort in die Geschichte hineingeworfen, die ungefähr in der Zeitspanne beginnt in der Ismaes endet. Um das herauszufinden brauchte es allerdings einige Kapitel und ich wäre schon dankbar noch einmal eine Auffrischung der Ereignisse gehabt zu haben. 

Nachdem diese Verwirrung allerdings beseitigt worden war, fesselte mich Sybellas Geschichte, wie Ismaes es nicht konnte. Sybella ist  um einiges sympathischer als Ismae und ihr Schicksal verlief viel schmerzhafter als Ismaes. Der familiäre Hintergrund spielt eine große Rolle in diesem Buch und verkompliziert das große Ganze noch einmal. 
Ihr Vater ist d'Albret, ihr Bruder liebt sie und ihr anderer Bruder hasst sie. Ihre kleinen Schwestern werden als Druckmittel eingesetzt und Sybellas Auftrag schein erfolglos zu bleiben. Vor allem da ihr Vater sie weiter tyrannisiert und sein Ziel Frankreich zu beherrschen noch lange nciht aufgegeben hat.
Dass ihr Bruder sie liebt, war eigentlich ein recht interessanter Aspekt, der jedoch im Buch recht zahm ausgeführt wurde, was natürlich auch an der Altersbegrenzung lag, aber dennoch gelingt es Sybella immer Julian aus dem Weg zu gehen, was doch ein wenig ... unglaubhaft war. Was an der ganzen Situation allerdings schön war, ist dass Julian Sybella wirklich liebte und sie nicht nur besitzen wollte. 

Kommen wir nun zu eigentlichen Liebesgeschichte, die bis zum Anfang der zweiten Hälfte des Buches eigentlich gar nicht existent war. Das Warten war fast eine Qual, hat jedoch die Spannung nur noch erhöht-
 Die Bestie und Sybella haben lange Zeit überhaupt nichts miteinander zu tun und während man Sybella näher kennen lernt und ihre inneren Abgründe zu verstehen lernt, wächst gleichzeitig das Verständnis für sie und ihre späteren Handlungen. Die Liebesgeschichte war so ziemlich das einzige was in Grave Mercy besser gehandhabt wurde. Man erinnert sich vielleicht noch an die Hassliebe von Ismae und Duval, die einfach wunderbar war. Die Liebe von Sybella und der Bestie entwickelt sich eher langsam und kommt schleichend, sodass es auf jeden Fall Sybella nicht gleich offenbar wird, was ihr Herz ihr zu sagen versucht. 
Auf ihre Weise hatte die Liebesgeschichte auch ihren Charme, war jedoch verglichen mit Band 1 ein wenig schwächlich. 


                                                                            Fazit                                                                                    


Eine Fortsetzung, die bis auf die Liebesgeschichte um Längen besser und spannender war, als es noch Grave Mercy gewesen war und dem Leser eine angenehme Reise ins Frankreich des 15. Jahrhunderts verschafft.

                                                                        Bewertung                                                                             

4/5 Punkten