Freitag, 28. Juni 2013

Buchrezension - Wie Monde so silbern (Marissa Meyer)


Titel:
Wie Monde so silbern

Originaltitel: 
Cinder

Autor: 
Marissa Meyer

Seiten: 416

Verlag: Carlsen

Preis: 18,90€ (Gebunden)






                                                       Weitere Bände der Reihe                                                                 

  1. Wie Monde so silbern
  2. Wie Blut so rot 
  3. Wie Sterne so golden 
  4. Winter (2015)

                                                           Kurzbeschreibung                                                                         


Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie in dem großen Ball, auf dem Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …



                                                                Meine Meinung                                                                        


Noch eine Cinderella Variation? Gab es davon nicht schon genug? Zumindest jetzt noch nicht. Marissa Meyer belebt das alte Märchen wieder auf eine Weise, die wohl den meisten unbekannt sein dürfte. 
Cinder als Roboter und ihr Prinz als Herrscher über ein futuristischen Beijing. Das war in der Tat mal eine etwas andere Interpretation. Zu den bekannten Elementen kommen die Lunar hinzu, die Mondbewohner, welche zu Anfang des Buches jedoch noch sehr undurchsichtig sind.

Alles beginnt mit der Begegnung von Prinz und Prinzessin .... oder eher Roboter. Prinz Kai kommt zu Cinder um einen Androiden reparieren zu lassen, der scheinbar Information von höchsten Wert besitzt. Zudem erkrankt ihre Stiefschwester Peony an der geheimnisvollen Letumosis-Seuche, die seit Jahren unheilbar ist. Ihre Stiefmutter, völlig überzeugt von Cinders Schuldanteil an dieser Erkrankung, schickt sie weg, damit sie als Forschungsobjekt dienen kann und so die Chance auf ein Heilmittel besteht. Doch keiner hat diese Position als Forschungsobjekt bisher überlebt.

Cinder wächst einem schnell ans Herz. Sie ist schlagfertig, mutig und schlau. Wer mit so einer Stiefmutter gestraft ist, verdient jede Sympathie, die er oder sie bekommen kann. Sie arbeitet den ganzen Tag und darf sich zu Hause die Vorwürfe von ihrer Stiefmutter Adri anhören. Sie sei ein Dieb; schuld am Tod ihre Stiefvaters und nicht wert genug zum Ball zu gehen. 
Mit der Stiefmutter hat Marissa Meyer ein fast noch grausameres Bild der Stiefmutter geschaffen als es typisch ist. Sie nutzt jede Gelegenheit um Cinder unter die Nase zu reiben, dass sie kein Mensch ist und dass sie ihre zweite Chance zu leben nicht verdient hat. Diese Stiefmutter war unglaublich grausam und übertrifft damit die Erwartungen, die ich hatte, um Längen. Die böse Stiefschwester verblasst neben so einem Monster geradezu. Das interessante war, dass Cinders andere Stiefschwester zu ihr aufsah und die beiden eine gute Beziehung hatten. Um so tragischer ist es natürlich, dass sie später erkrankt, denn neben ihrer Schwester hat Cinder nur noch Iko, einen Androiden. Abgesehen von den Beiden verachtet sie jeder aufgrund ihrer Nichtmenschlichkeit. 

Das ändert sich als Prinz Kai auftaucht, der geradezu hingerissen von Cinder ist. Er will unbedingt zum Ball gehen und es ist geradezu zuckersüß, wie er sich um sie bemüht. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit fragt er sie ob sie ihm nicht die Ehre erweisen würde seine Partnerin zu sein. Doch nicht nur als potenzieller Lover macht Prinz Kai etwas her. Als angehender Regent von New Beijing ist er tief in den politischen Machenschaften verstrickt, die besonders die Lunar betreffen, welche man aus Cinders Sicht nie hätte erleben können. Die Kapitel aus seiner Sicht geben dem Leser Einsicht in das Staatssystem und in die Art der Lunar, die sich zeitweise in diesem Buch am königlichen Hofe befinden. Seine Sichtweise war fast sogar noch ein wenig besser als Cnders, da ich Politik immer sehr interessant finde und auch seine Handlungsweise sehr reif und größtenteils nachvollziehbar fand. Als Regent muss er auf das gößere Wohl bedacht sein und so ist das Ultimatum vor welches ihn Königin Levana, die Königin der Lunar, eine große Last. Entweder er heiratet sie oder sie wird ihre Truppen auf ganz New Beijing loslassen. Nach vier Weltkriegen sind die politischen Oberhäupter darauf bedacht es nicht so weit kommen zu lassen, aber Königin Levana zu heiraten erscheint Kai nicht als erstrebenswertes Ziel, doch was soll man tun als König?

Von den Lunar erfährt man erstaunlich wenig und ich hoffe doch, dass einem im Folgeband die Augen geöffnet werden. Man weiß bisher sehr wenig von den Mondbewohnern. Wie sind sie auf den Mond gekommen? Sind sie mutiert um dort leben zu können? Woher haben sie die Fähigkeiten, die die Menschheit vernichten könnte? Wie sehen ihre magischen Fähigkeiten genau aus? Die Liste könnte noch weitergehen, aber da noch 3 Bände zu erwarten sind, lasse ich das mal.

Das Buch war stellenweise ein kleines bisschen zäh, weshalb es auch nicht di evolle Punktzahl bekommt. Besonders gegen Anfang war noch alles zu neu und nicht ganz so fesselnd, wie ich mir das vorgestellt hatte. Das ändert sich jedoch bald. Mit der ersten schockierenden Wendung kommt jedoch alles ins rollen und die Geschichte wird packender. Es war zwar bald ziemlich offensichtlich in welche Richtung das Buch verlief, besonders nachdem die Geschichte der Mondkönigin erzählt wurde, dennoch hat es Spaß gemacht zu lesen, wie Cinder es auf eigene Weise herausgefunden hat. 



                                                                         Fazit                                                                                  


Ein wundervolles neu erzähltes Märchen von Cinderella, dass auf eigene futuristische Weise verpackt wurde und dem Leser einige fesselnde Lesestunden beschert. Für Fans von Märchen eindeutig zu empfehlen, da die Cinderella Aspekte ganz deutlich hervorgehoben werden und nicht unter den Dystophie-Elementen verschwinden.


                                                                    Bewertung                                                                               



4.5/5 Punkten

Kommentare:

  1. Das Cover finde ich echt cool!!!
    Und du hast mich auf den Geschmack gebracht!
    Schöne Rezi! Ab auf die Wunschliste...

    LG, Gina ;)

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    1. Ja das ist wirklich toll!
      Das ist schön; hoffentlich gefällt es dir ^^
      Danke (=

      LG
      Hannah

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