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Sonntag, 20. Oktober 2013

Buchrezension - Grischa Eisige Wellen (Leigh Bardugo)


Titel:
Grischa - Eisige Wellen

Originaltitel: 
Siege and Storm

Autor: 
Leigh Bardugo

Seiten: 384

Verlag: Carlsen

Preis: 18,90€ (Gebunden)






                                                                 Kurzbeschreibung                                                                    


Nur weg aus Rawka – das ist Alinas und Maljens einziger Gedanke nach dem furchtbaren Kampf gegen den Dunklen. Doch selbst an ihrem Zufluchtsort jenseits der Wahren See erreichen sie die Gerüchte: Der Dunkle habe das Gefecht auf der Schattenflur überlebt und strebe nach dem Zarenthron. Und er wird nicht ruhen, bis er Alina gefunden hat. Denn um seine Macht ins Unermessliche zu vergrößern, braucht er ihre Hilfe – ob freiwillig oder nicht.


                                                                      Gestaltung                                                                               


Ich finde die Cover unglaublich schön! Gerade weil sie so schlicht sind und sich auf diese eine Farbe konzentrieren. 
Noch schöner wird es allerdings, wenn man den Umschlag abnimmt. Da konnte ich mich persönlich nicht mehr retten vor Liebe für diese tolle Aufmachung!


                                                                     Meine Meinung                                                                     


Nach der spektakulären Flucht in Band 1 sind Maljen und Alina weiter auf der Flucht, doch natürlich kann nicht alles gut gehen, so wie man sich das wünscht! 
Schon kurz nach Ankunft in einem fremden Dorf werden Alina und Maljen gleich wieder von dem Dunklen aufgegriffen und anderswohin verschleppt. Und kaum gelingt ihnen die Flucht sind sie durch andere Umstände wieder dazu gezwungen zum Zarenhof zurückzukehren.

Ehrlich gesagt war mir die Liebesgeschichte in diesem Band ein wenig ermüdend, da ich Maljens plötzlichen Wandel einfach nicht verstehen konnte. In Band 1 ist Alina ihm noch egal, bzw. nur eine Freundin, doch sobald sie hübsch wird, ist er sich darüber klar geworden, dass er sie liebt. Wer's glaubt. Deshalb war er mir so unglaublich unsympathisch.
Alina dagegen findet mehr und mehr ihre Stärke. Man erinnere sich bitte an den Hirschreif aus Band 1, den sie partout nicht anlegen wollte. Mittlerweile hat sich sie an ihn gewöhnt und die zusätzliche Macht so zu schätzen gelernt, dass sie sie weiterhin einsetzt. Dass Maljen dies nicht gut findet, sie es aber trotzdem tut, zeigt den starken Charakter, den sich Alina in der Zwischenzeit zu Eigen gemacht hat! 
Voraussehbar sind da auch die Beziehungsprobleme, die das Buch doch noch ganz amüsant gemacht haben. 

Doch am allerbesten gefiel mir in dieser Fortsetzung der neu eingeführte Charakter Sturmhond. Ein Pirat, der nicht nur käuflich sondern auch gerissen ist und ganz nebenbei noch die besten Witze reißt.

Während sie Alina und Maljen wieder am königlichen Hof befinden, muss sich Alina mit ihren Verpflichtungen hinsichtlich der Grischa beschäftigen, da sie als mächtigste Girscha einen Vertrag mit dem Zaren geschlossen hat. Sie führt die Grischa nun gegen den dunklen an und das ist keine leichte Aufgabe. Man begleitet Alina durch ihren Alltag und ihre schweren Aufgaben, die jede Sekunde vom Dunklen sabotiert werden könnten.

Der Dunkle selber tritt in diesem Buch nur am Anfang und ganz am Ende in Augenschein, da er sich die meiste Zeit damit beschäftigt ist, weitere Macht zu sammeln um den Zaren endlich zu stürzen. Dadurch wird die Geschichte auch noch auf eine politische Ebene gehoben, da Alina den Dunklen unbedingt besiegen will und sich daher von ihrer besten Seite zeigen muss.

Im Großen und Ganzen wird das Buch einfach durch Alina und Sturmhond getragen, die ein fantastisches Duo sind. Ihre Konversationen sind unglaublich komisch und verleihen dem Buch einen warmen Touch. Und natürlich durch die mythologischen Hintergründe der Kräftenährer, die doch einige unerwartete Wendungen gebracht haben.
Dennoch empfinde ich es als ein Manko, dass man so wenig über die Herkunft der Grischa und ihrer Fähigkeiten erfährt, aber gut, das kann natürlich noch kommen!


                                                                             Fazit                                                                                 

Eine gute Fortsetzung, die sich vor seinem Vorgänger nicht zu schämen braucht. Die russische Welt der Grischa verzaubert einen auch hier wieder aufs Neue und lässt gespannt auf den Abschluss der Trilogie warten!

                                                                        Bewertung                                                                            

4/5 Punkten 

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Ich danke Buchbotschafter vielmals für dieses Exemplar von Eisige Wellen! =)

Donnerstag, 28. März 2013

Buchrezension - Grischa Goldene Flammen (Leigh Bardugo)


  Titel: 

Grischa Goldene Flammen 

Originaltitel: 
Shadow & Bones

Autor: 
Leigh Bardugo

Seiten: 352

Verlag: Carlsen

Preis: 17,90€ (Hardcover)

 Kurzbeschreibung 

Alina ist einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Dass sie heimlich in Maljen verliebt ist, ihren besten Freund seit Kindertagen, darf niemand wissen. Schon gar nicht Maljen selbst, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Bei einem Überfall rettet Alina Maljen auf unbegreifliche Weise das Leben. Doch was sie da genau getan hat, kann sie selbst nicht sagen. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wird zum mächtigsten Grischa in die Lehre geschickt. Geheimnisvoll und undurchschaubar, wird er von allen der Dunkle genannt. Aber wieso fühlt sie sich von ihm so unwiderstehlich angezogen? Und warum warnt Maljen sie so nachdrücklich vor dem Einfluss des Dunklen?

 Meine Meinung 

Die Geschichte startet mit den Tagen vor der Schifffahrt durch den Schattenflur, einer Ödsee mit gefährlichen Geschöpfen. Alina und ihr bester Freund Maljen, den sie aus Kindertagen kennt, befinden sich innerhalb des ersten Regiments. Sie als Kartografin und er als Soldat. Sie ist in ihn verliebt, doch er nimmt sie nur als beste Freundin wahr. Im Laufe der Überfahrt zeigen sich Alinas Grischa-Kräfte, von dessen Existenz sie nie etwas gewusst hatte. Sie wird an den Hof des Zaren gebracht und beginnt ihre Ausbildung, da sie ihre Kräfte beherrschen muss um dem ganzen Land einen großen Dienst zu erweisen. Sie soll den Schattenflur zerstören.

Der Teil des Buches, der am Hof spielt ist mit Abstand der Beste. Dort befinden sich einige Charaktere, die den ganzen Plot spannender und interessanter gemacht haben. Besonders hervorgestochen sind Genja, Alinas einzige Freundin am Hof, und der Dunkle. Die drei sind auch unter den Grischas etwas Besonderes, da niemand sonst ihre Fähigkeiten besitzt. Die Ausbildung von Alinas Fähigkeiten nimmt einen großen Teil des Buches ein und gibt einem Zeit den Hof des Zaren und die anderen Grischafähigkeiten zusammen mit ihr zu erkunden. Doch es wurde sich hauptsächlich auf Alinas Magie konzentriert und auf ihre Beziehung zu den anderen Grischas.

Die ganze Magie erscheint zauberhaft und wirklich, wirklich interessant und daher fand ich es sehr schade, dass es dazu keine weiteren Erklärungen gab. Sie war einfach da. Doch es interessiert mich sehr warum es die Grischa gibt, von wem sie abstammen, woher sie die magischen Fähigkeiten haben und vor allem wie der Schattenflur entstanden ist. 
Das ist wirklich ein großes Manko des Buches, doch ich habe Hoffnungen, dass diese Aspekte in Teil 2 aufgegriffen werden. 

Es hat wirklich Spaß gemacht das Buch zu lesen, da es trotzt fehlender Erklärungen ein wahrer Lesegenuss und wirklich mal anders war, als alles, was ich bisher gelesen habe. Das lag hauptsächlich an den tollen Charakteren - Nicht einer war mir unsympathisch, nicht einmal der Antagonist. (Gerade der ist einer meiner Lieblinge) - und der Welt in der das Ganze spielt. Es scheint eine Art von erfundenem Russland mit anderen Namen zu sein, was sich jedoch sehr ansprechend gestaltet hat. Ebenfalls hat die Karte vorne im Buch einem einen guten Anhaltspunkt gegeben wo sich Alina gerade befindet.

Eindeutige Leseempfehlung! 

4/5 Punkten