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Dienstag, 7. Januar 2014

Kurzrezensionen - Die wundersame Geschichte der Faye Archer // Die Kinder des Hurins // Die Weihnachten des Mr. Srooge //


Kompletter Logik Fail bzw. die Logik des Ganzen ist nicht mal erklärt worden und das stört mich. Das stört mich sehr! Von Christoph Marzis "Heaven" war ich unglaublich begeistert und hatte hier auf ähnliches gehofft, aber die Protagonistin war mir zu abgedreht - das allerdings nur zeiweise, wenn sie ihre Anfälle von 'ich mag die moderne Welt nicht' hatte. 
Alex hingegen mochte ich doch recht gerne und auch die Atmosphäre und sonstige Thematik des Buches. Was es allerdings ruiniert hat, war die fehlende Erklärung des Rätsels, dass sich während der letzten 10 Seiten aufgelöst hat. Ich persönlich brauche Erklärungen sonst wird das nichts!
Ich fand das Buch eigentlich nicht so schlecht, aber wenn ich Bücher ohne Erklärungen lese, bin ich immer wütend, denn ich lese das Buch doch um heraus zu finden, warum das alles so gekommen ist und soll ich mir jetzt den Übeltäter als allmächtigen Satan vorstellen oder wie?

2/5
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Ich glaube ich gebe Tolkien auf, denn bis auf der Hobbit konnten mich seine Bücher nicht sehr fesseln. Es geht grundsätzlich um die Kinder Hurins, von denen sich hauptsächlich auf Turin konzentriert und seine Abenteuer, die jedoch nicht im Ansatz so sind, wie die von Frodo oder Bilbo.
Zudem fand ich es schockierend, dass gefühlt jeder gestorben ist und sowas mag ich nicht besonders. 
Trotzdem war das Buch nicht schlecht, einfach zu lesen und von Hardcore Fans von Mittelerde ein Muss!
Dennoch bleibe ich glaub ich bei diesem Fall lieber bei den Mittelerde Filmen 

3/5
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Die Weihnachtsgeschichte des Mr. Scrooge ist die allseits bekannte Geschichte des Geizkragens, der nicht einmal an Weihnachten Freude zeigt und seinen Mitmenschen etwas Gutes tut.
Diese Geschichte gibt es in zahlreichen Medien, und jeder kennt sie.
An Weihnachten kommen ihn 3 Geister besuchen um ihn zu erleuchten, dass es so nicht weitergehen kann.
Die Weihnachtsgeschichte ist eine wunderschöne Geschichte, da sie so viel Wahres erzählt und die Bedeutung von Weihnachten hervorbringt.
Außerdem zeigt es, dass man seinen Mitmenschen Gutes tun soll, denn was wäre ein Leben ohne sie?
So viele lehrreiche Dinge geschehen in diesen knapp 100 Seiten.

Der Schreibstil war wieder mal mein Problem. Schon bei 'Große Erwartungen' wurde es nach einiger Zeit üblich, dass mein Geist wanderte, besonders bei den Beschreibungen, aber im Großen und Ganzen ging es hier und war bei Weitem nicht so schlimm, wie bei 'Große Erwartungen'. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass es so kurz war oder ob ich einfach schon daran gewöhnt bin ..
Charles Dickens hat immer ganz gute Ideen, aber dieser Schreibstil!

4/5

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Montag, 28. Oktober 2013

Anna Karenina - Lew Tolstoi


Titel:
Anna Karenina

Originaltitel: 
Анна Каренина

Autor: 
Leo Tolstoi

Seiten: 1205

Verlag: Insel Taschenbuch

Preis: 12,99€ (Taschenbuch)







                                                         Kurzbeschreibung                                                                            


Anna, die schöne Frau des hohen zaristischen Beamten Karenin, verliebt sich leidenschaftlich in den leichtlebigen Grafen Wronski, der ihr Gefühl aufrichtig erwidert. Anna verlässt ihren Mann, bekennt sich offen zu ihrer Liebe. Geächtet von der Gesellschaft, beginnt Anna einen verzweifelten Kampf um ihren Sohn, den sie dem kaltherzigen Karenin überlassen musste. Tolstoi hat mit diesem Werk einen der berühmtesten und schönsten Liebes- und Gesellschaftsromane der Weltliteratur geschaffen.


                                                            Meine Meinung                                                                                 


"Anna Karenina - eine der bedeutendsten und schönsten Liebesgeschichten." 
So wird das Buch gepriesen und wäre es nur um Anna gegangen, könnte ich diesem Statement schon mehr zustimmen als es jetzt der Fall ist. 

Ja ihr habt richtig gelesen; es gibt mehr als eine Hauptfigur. Das Buch wird zwar aus vielen Perspektiven erzählt, aber diesen konstanten Erzählmodus hat, neben Anna, nur noch Lewin, der das Leben auf dem Lange verehrt und mit der Stadt und deren Gebräuchen nicht viel anfangen kann. 
Es fühlte sich so an als ob das Buch eher Lewin gewidmet wäre als Anna. Er wird vor ihr in die Geschichte eingeführt, sein Schicksal wendet sich im Gegensatz zu Annas zum Guten und ihm  sind auch die letzten Kapitel des Buches gewidmet. 
Lewin war mir sehr unsympathisch und obwohl alle Sichtweisen nötig waren um die Geschichte aufgrund des kompliziertes Beziehungsgewebes zu verknüpfen, so habe ich seine leider so zahlreichen Kapitel doch mit der wenigsten Freude gelesen. Mir ist immer noch nicht ganz klar, was genau er in einem Buch, das "Anna Karenina" heißt, zu suchen hat, obwohl er Anna im gesamten Buch nur einmal begegnet und das ganz am Ende! Es kommt mir so vor als hätte Tolstoi ein Sprachrohr gebraucht hat mit der er all seine Ideale und seine einmaligen Wertanschauungen der Welt verkünden konnte. Es wurde nie explizit gesagt, aber es war eindeutig, dass Lewin sich all den anderen Charakteren überlegen fühlte, was ihn mir gerade zu verhasst gemacht hat!

Kommen wir nun zu Annas Geschichte über die es mehr Erfreuliches zu sagen gibt. 
Sie ist eine faszinierende Figur. Fröhlich, aufgeschlossen und sich ihrer Wirkung auf Andere völlig bewusst. Es war wirklich schön einmal von einer allseits bewunderten Frau zu lesen, die das auch verdient hat und vor allem, wo man diese Verehrung nachvollziehen kann!
Wronskijs Bewunderung wird schnell zu Liebe, doch Anna ist verheiratet und hat einen Sohn. Sie würde aus der Gesellschaft ausgestoßen werden, würde sie sich zu Wronskij bekennen, doch genau das tut sie nach einiger Zeit. 
Trotz dieses Bekenntnisses geht für Anna und Wronskij nicht alles glatt und so ernüchternd es auch war, so realistisch wurden auch so die schlechten Seiten dieser Liebesbeziehung dargestellt. Es ist nicht durchweg diese alles verzehrende Liebe, die Anna und Wronskij verleben; es gibt einiges Hin und Her und auch Ernüchterungen auf beiden Seiten. Ich war an einigen Stellen überzeugt, dass jetzt der Punkt kommt, an dem Anna und Wronskij Schluss machen, doch ehrlich gesagt hätte selbst das nicht so eine Wucht gehabt, wie das tatsächliche Ende.
Doch ich denke gerade diese Realitätsnähe macht das Buch so anziehend auch noch Jahrzehnte nachdem es geschrieben wurde.

Der Schreibstil war für einen Klassiker wirklich sehr angenehm und auch der Handlungsort hat mir super gefallen, da ich ein großer Russland Fan bin.


                                                                           Fazit                                                                                


Ohne Lewins Sichtweise hätte mir das Buch noch um einiges besser gefallen, doch man sollte sich auf die positiven Dinge beziehen. 
Anna Karenina hält alles was die Kurzbeschreibung hinsichtlich der Liebesgeschichte verspricht und gibt einem dazu noch viel tiefere Einblicke in z.B. Russlands Politik.
Ich werde mich wohl in Zukunft wohl noch öfter nach russischer Literatur umsehen 


                                                                         Wertung                                                                               

3/5 Punkten 

Samstag, 14. September 2013

Kurzrezensionen der Klassiker - Große Erwartungen & Das Bildnis des Dorian Gray

Kurzbeschreibung

Dem Waisenjungen Pip werden »große Erwartungen« eröffnet: Ein unbekannter Gönner will ihn fördern. In London vergißt er sein einfaches Dorfleben und genießt ein verschwenderisches Dasein. Durch das Auftauchen seines Wohltäters gerät er in eine lebensgefährliche Lage. 

Meine Meinung

 Große Erwartungen war grundsätzlich nicht schlecht, doch das große und einzige Problem war einfach der Schreibstil. Man könnte ihn mit Wellen vergleichen, einmal fesselnd, aber auch wieder so unbeeinflussbar und widerspenstig und sich vor allem immer wieder verändernd, dass ich mich auf den größten Teil der Geschichte nicht konzentrieren konnte. Was mich daran überrascht hat, war dass es wirklich Passagen gab, die über viele Kapitel gingen, die meine voll Aufmerksamkeit hatten, aber im Gesamtbild muss ich sagen, dass es sehr sehr anstrengend war dieses Buch zu lesen!
Die Geschichte an sich ist ein Konzept aus Hass, Liebe und Dankbarkeit und die Wendungen, die sie genommen hat waren sowohl interessant, als auch sehr überraschend. Von der Geschichte her habe ich wirklich nichts auszusetzen, doch ich empfehle sich vielleicht die Filmversion anzuschauen, da der Schreibstil wirklich alles andere als schön war und es sagt schon einiges aus, wenn man froh ist ein Buch endlich beendet zu haben.
DESHALB: Leute greift zur DVD!

3/5 Punkten
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Kurzbeschreibung

Der junge, unverdorbene Dorian Gray gerät in den zerstörerischen Bann des zynischen Dandys Lord Wotton. Fortan führt er ein ausschweifendes Leben, gibt sich ganz der sinnlichen Lust und dem Vergnügen hin und verliert sämtliche moralische Hemmungen. Während sein Äußeres unverändert jung und makellos schön bleibt, mutiert sein Porträt zu einer schrecklichen Fratze ...

Meine Meinung

Dorian Gray dagegen war einfach traumhaft zu lesen! Der Schreibstil ist ganz außergewöhnlich, bildlich und detailliert. 
Es hat wirklich Spaß gemacht es zu lesen und auch die Geschichte war gleichermaßen faszinierend! Ewig jung bleiben und keine deiner Taten hat Folgen, wer würde das nicht wollen? Dennoch stellt Dorian Gray fest, dass diese Jugend nicht alles in der Welt ist und so ist dieser Roman eine außergewöhnliche Arbeit über Gier, Hass, Verdammung und Erkenntnis! 
Besonders der Charakterverlauf von Dorian ist fantastisch. Der naive, süße Junge verwandelt sich in einen kalte, gefühllosen Mann, dem alles egal ist und keine Emotionen mehr schätzt und dessen Welt und Sorgen sich allein um das Portrait und seine Langeweile drehen! 
Trotz seiner geringen Seitenzahl ist es ein besonderes Stück schriftstellerischer Kunst und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen! 

5/5 Punkten

Montag, 5. November 2012

Buchrezension - Bel Ami (Guy de Maupassant)



Titel: Bel Ami
Originaltitel: Bel Ami
Autor: Guy de Maupassant
Seiten: 512
Verlag: insel Taschenbuch
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)

Kurzbeschreibung

George Duroy, genannt Bel-ami, ist ein Mann mit großen Ambitionen und bescheidenen Fähigkeiten. Dennoch schafft er es quasi über Nacht die Karriereleiter als Journalist zu erklimmen und in die vornehme Pariser Gesellschaft aufzusteigen. Er sieht blendend aus, hat eine überwältigende Ausstrahlung und unwiderstehlichen Charme – und ein untrügliches Gespür dafür, was ihn nach vorne bringt und zum Liebling aller macht.

Meine Meinung

Bel Ami - ein Buch, dass mich fesseln konnte, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Beim Lesen habe ich alles um mich vergessen und zwar wirklich ALLES! Ich habe überhaupt nichts mehr mitbekommen und das obwohl es ,,nur'' die Geschichte eines Mannes ist, der seinen gesellschaftlichen Aufstieg in Paris plant und durchführt.
Doch das Buch beinhaltet so viel mehr als das. Es beschäftigt sich mit Macht und welche Wirkung sie auf einen Menschen haben kann. So auch auf George Duroy. Seine Machtgier veranlasst ihn zu weitreichenden Intrigen und das Faszinierende daran ist, dass er im Grunde der Böse ist. Auf seinem Weg in die Pariser Gesellschaft lernt er die Höhen und Tiefen, die Freuden und Leiden des Lebens kennen, welche der Autor auch uns auf sehr poetische Weise nahe bringt. Doch er war nicht immer der ,,Böse'', denn die Verwandlung die er innerhalb des Buches durchgemacht hat, ist bemerkenswert erschreckend, zeigt zugleich aber auch, dass Macht einen schwachen Charakter verderben kann.
Das Buch ist sehr realistisch, denn obwohl Duroy ein gut aussehender, charismatischer Mensch ist, ist seine Schönheit ein Gegensatz zu seinem Charakter, der hinterhältiger nicht sein könnte. Was einem wieder sehr vor die Augen führt, dass man vom Aussehen nicht auf den Charakter schließen kann. Das Buch beinhaltet eine sehr anspruchsvolle Sprache und einen ungewohnten Handlungsverlauf. So auch kam das Ende sehr überraschend, da meine Erwartungen in eine ganz andere Richtung gegangen waren.
Eine wirklich tolle und tiefgängige Geschichte, die die schlechten Charakterzüge eines Menschen in seine Hauptfigur einbringt und einen trotzdem mitfiebern lässt, wenn es um sein Schicksal geht. 
Wow!

5/5 Punkten