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Donnerstag, 20. Februar 2014

Kurzrezensionen - Der Kuss des Kjer // Incarceron // Black City

Der Kuss des Kjer auf Amazon

Ich will gar nicht mal sagen, dass das Buch schlecht war, denn es hatte nichts was mich an Büchern manchmal so stört, wie nervige Charaktere oder Unverständlichkeit - aber es konnte mich einfach nicht packen und die Tatsache, dass das Buch so überhyped ist, hat auch nicht geholfen. 
Das Rumgereite und Gezeter zwischen Mordan und Liajans war auf 300 langgezogen, wobei es dann doch etwas besser wurde nachdem sie auf Jerdt trafen, aber trotzdem nicht allzu grandios. Es konnte mich einfach nicht packen und auch mit den Charakteren und der Liebesgeschichte bin ich einfach nicht warm geworden.
Es war einfach nicht mein Buch und objektiv betrachtet kann ich auch nachvollziehen was Leute daran mögen, aber wirklich nicht meins.
Außerdem ist es einer dieser überhypten Bücher und ich habe von so vielen Ecken schon so viel Gutes darüber gehört, dass es niemals zu den Erwartungen hätte reichen können, die ich hatte - traurig aber wahr, denn Hype kann einem ein Buch ruinieren (natürlich auch nicht immer, aber wenn man schon nicht so in dieser speziellen Geschichte drin ist, dann schon)

❤ ❤
2/5
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Incarceron auf Amazon
Die Sache mit diesem Gefängsnis, von dem keiner weiß wo es sich befindet. Claudias Probleme mit ihrem Vater und ihrem zukünftigen Ehemann, dem König, und Finns verzweifelter Wunsch Incarceron zu entkommen - es war schon gut und besonders zum Ende hin extrem interessant und spannend, aber z.B. die Charaktere haben mich nicht so berührt und das Fehlen der Liebesgeschichte .... War zwar nicht allzu schlimm, aber ich mag Liebesgeschichten xD
Die Claudia Kapitel haben mir auf jeden Fall besser gefallen, denn Finn war als Charakter ein wenig leer, was ja auch Sinn macht, aber ihre Perspektive war einfach spannender, da sie in der realen Welt war und auch Dinge herausfinden konnte. Finns Kapitel dagegen waren quasi Incarceron Anschauungsmaterial.

❤ ❤ ❤ ❤
3.75/5
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Black City auf Amazon


Black City war definitiv nicht schlecht und es war auch nicht langweilig oder unnötig. Es war zu größten Teilen einfach nichts Neues; dennoch die bereits bekannten ELemente wurden gut ausgeführt.
Die politische Seite des ganzen war unglaublich interessant und auch die Darklings, die quasi eine Art Vampire darstellten und dann noch der Hass zwischen dem menschlichen Regime und den Darklings - politischer Konflikt war top!

Doch die Love Story war an manchen Stellen ein wenig HMM - erst entwickelte es sich so wie ich es liebe. Zwei die sich nicht leiden können; leider driftete das in eine Insta Love ab, was sich aber auf eine überraschende Weise anders aufgelöst hat und mich doch noch überraschen konnte!
Dennoch lag es nicht unbedingt an der Insta Love, denn irgendwie fehlte der Beziehung ein wenig die Tiefe.

Dennoch ein durchscnittlich gutes Buch, das auf jeden Fall noch ungenütztes Potenzial hat und hoffentlich im zweiten Teil die Messages rüberbringt auf die ich gehofft hatte. 

Fazit - Politik und Rahmenhandlung: top, zwischenmenschliche Beziehungen: da muss noch mal dran gearbeitet werden!

❤ ❤ ❤
3.25/5

Freitag, 20. Dezember 2013

Von wegen Liebe - Kody Keplinger


Deutscher Titel: Von wegen Liebe







Originaltitel: The Duff








                                                                   Kurzbeschreibung                                                                    


Das hat Bianca gerade noch gefehlt. Der eingebildete Wesley, dem alle Mädchen an ihrer Schule zu Füßen liegen, spricht sie an. Und hat die Stirn, ihr rundheraus zu sagen, dass er das nur tut, um an ihre hübsche Freundin ranzukommen. Schneller, als er denken kann, hat er ihre Cola im Gesicht. Auf so jemand fällt Bianca nicht rein. Aber als zu Hause alles schief geht, lässt sie sich doch mit ihm ein. Heimlich und völlig unverbindlich, versteht sich. Mit Liebe hat das nichts zu tun. Oder?


                                                                      Meine Meinung                                                                        


Kann man ein Buch lesen, dass "The Duff" heißt? Ich hab mich das immer gefragt, weil ich fand den Titel ersten gemein und zweitens seltsam. 
Doch wenn man erstmal sieht wie es in die Story eingebunden wird - einfach königlich!

Wesley eröffnet Bianca, dass sie die 'Duff', die auf gut deutsch am wenigsten attraktivste von ihrem Freundeskreis. Er spricht sie nur an damit ihre beiden Freundinnen Jessica und Casey ihn dafür anbeten, da Bianca ihnen durchweg positive Dinge über ihn erzählen soll.
Kurz darauf tauft er sie Duffy und dann schon war es um mich geschehen. Ich konnte nicht mehr ernst bleiben. Jedes Mal, wenn er sie Duffy genannt hat, lag ich vor Lachen halb in der Ecke, weil diese ganze Situation so bizarr war, aber trotzdem extrem lustig!

Die Charaktere in diesem Buch waren auch super (es war einfach alles super). Bianca ist sehr zynisch und sarkastisch und ich habe in manchen doch recht harten Aussagen von ihr wieder gefunden. Doch trotz ihres Zynismus ist sie zum Totlachen! 
Die Freundschaft mit ihren beiden besten Freundinnen war das was das Buch auch wirklich besonders gemacht hat. Bianca und Casey kennen sich schon seit dem Kindergarten und sie haben Jessica erst später kennengelernt und es ist so offensichtlich, dass Casey und Bianca eine so starke Verbindung haben, aber trotzdem wird Jessica gut integriert. 
Generell sind die Beziehungen und Charaktere sehr gut ausgelegt und konzipiert, und das bei nicht mal 300 Seiten!

Doch es hat auch einen etwas tieferen Touch. Bianca hat Probleme, ihre Vater hat wieder mit dem Trinken angefangen, da ihre Mutter sich von ihm scheiden lassen will. Zusätzlich kommt ihr Ex-Freund wieder in die Stadt (zwar nur für eine Woche, aber ... ) und sie braucht Ablenkung und beginnt eine 'Feinde mit Bonus' -Beziehung mit ihm. 

Was mich schockiert hat, ist dass sie sich ihm einfach so an den Hals geworfen hat, einfach so. Ohne viel nachzudenken. 
Doch nach und nach wurde es klar, dass es ihr hilft von ihren Sorgen loszulassen. Ablenkung, egal wie! Trotzdem ich war schockiert, vor allem, da sie gleich im ersten Kapitel damit anfängt!
Dieses Fluchtmotiv ist für mich das Leitmotiv des Buches geworden und ich finde die Dinge, die Contemporary Bücher einen oft lehren immer bereichernd, denn man weiß ja nie mit was man sich bald rumschlagen muss. (Nicht, dass ich vorhabe es Bianca gleich zu tun, aber so von er übergreifenden Moral lernt man schon einiges)

Natürlich ist es klar, dass sich diese Beziehung bald in etwas Romantisches verwandelt und es war fast nicht greifbar. Beide haben so getan als würden sie nur für den Bonus miteinander reden/rumhängen. Doch der Leser weiß natürlich mehr und die Entwicklung ist nur ganz leicht zu sehen, aber es war herzerwärmend!


                                                                            Fazit                                                                                     


Weiter will ich das auch gar nicht ausführen, denn es ist eine echt niedliche Geschichte mit hohem Comedy-Faktor, den sicher jeder zu schätzen weiß! Solltet ihr deprimiert sein und nach einem schnellen, leichten Buch suche - mit "Von wegen Liebe" liegt ihr richtig!


                                                                          Wertung                                                                            


5/5 Punkten

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Kurzrezensionen - Half Blood & Throne of Glass


Deutscher Titel: Dämonentochter - Verbotener Kuss

Originaltitel: Half Blood

                                                                  Kurzbeschreibung                                                                  

Zwischen Göttern und Sterblichen gibt es die Eine, die kämpfen wird


Alex‘ Mutter wurde von Dämonen verwandelt und macht nun Jagd auf Menschen. Einzig Alex kann sie aufhalten. Doch sie ist noch keine voll ausgebildete Dämonenjägerin. Als Alex‘ Mutter einen Freund ihrer Tochter entführt, bleibt Alex keine Wahl. Sie zieht in einen Kampf auf Leben und Tod, und stellt sich allein ihrer größten Angst ...


                                                                     Meine Meinung                                                                    

Ich habe schon gehört, dass das Buch Vampire Academy sehr ähneln soll, aber schlussendlich war ich schockiert, wie sehr es VA geähnelt hat. Es war an sich nicht schlecht, aber diese Parallelen haben mir alles ruiniert, weil es so extrem auffällig wa. Das erste Buch von Jennifer L. Armentrouts Covenant Reihe besteht quasi aus den ersten vier Vampire Academy Bänden. 
Die Anfangssituation. Alex wird nach langer Abwesenheit wieder in den Covenant geholt, ist aber weit zurück in ihrem Training und kann sich nur gerade so retten und bekommt einen Mentor, der älter ist als sie und natürlich ein Genie auf seinem Gebiet. Der einzige Unterschied zu Rose und Dimitri hier ist, dass Aiden zu einer anderen Rasse gehört und nicht, wie Alex, halbblütig ist. 
Und dann die Halbblut, Vollblut - Sache = Morois und Dhamphire??? Und das sind nur zwei der Beispiele!
Normalerweise mag ich es ja nicht, wenn man sagt: Oh das Buch ist quasi ein Plagiat von dem und dem, denn es kann nun mal nicht alles neu erfunden werden, aber hier war es schon schmerzhaft offensichtlich! 
Meine einzige Hoffnung besteht darin, dass es anders weitergeht. Gegen Ende des Buches hat sich nämlich dieser Apollyon Konflikt aufgetan und das an sich ist die Idee, die Jennifer vor einem kompletten Plagiat gerettet hat. 
Trotz der ganzen vermeidlichen Plagiatsache hatte ich doch meinen Spaß beim Lesen und habe das Buch auch schnell beendet. Alex ist vom Charakter her zum Glück anders als Rose sonst wäre alles endgültig für mich ruiniert gewesen. Generell unterscheiden sich die Charaktere doch sehr von den VA Charakteren und auch in der Beziehungsentwicklung hat J.L.A. ihre Sache wieder gut gemacht, denn die Beziehungen untereinander sind sehr glaubhaft.

                                                                            Fazit                                                                                   

Ich werde die Covenant Reihe definitiv weiterlesen, doch nicht in naher Zukunft. Ich brauche erst einmal Pause um mich von dem Schock zu erholen.
Wenn euch das nichts ausmacht oder ihr VA nie gelesen habt, wird euch das vermutlich wenig kümmern, doch auch für alle anderen: Es war trotzdem ein gutes Buch, hatte eine super Atmosphäre und tolle CHaraktere. Trotz der Ähnlichkeit würde ich der Reihe eine Chance geben, da ich auch gehört habe, dass die Ähnlichkeit in Band 2 nicht mehr so groß sein soll und sich die Serie zu etwas Eigenem entwickelt.

                                                                         Wertung                                                                            

3/5 Punkten

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Deutscher Titel: Throne of Glass - Die Erwählte

Originaltitel: Throne of Glass

                                                                   Kurzbeschreibung                                                                

Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann taucht Chaol Westfall, Captain der Leibgarde, auf und bietet ihr eine einzige Chance zum Überleben. Kronprinz Dorian hat sie dazu ausersehen, einen tödlichen Wettkampf zu bestreiten: Wenn es ihr gelingt, für ihn 23 kampferprobte Männer zu besiegen, wird sie ihre Freiheit wiedererlangen. Beim gemeinsamen Training mit Captain Westfall findet sie immer mehr Gefallen an dem jungen, geheimnisvollen Mann. Und auch der Kronprinz lässt sie nicht kalt. Zeit, über ihre Gefühle nachzudenken, bleibt ihr allerdings nicht. Denn etwas abgrundtief Böses lauert im Dunkeln des Schlosses – und es ist da, um zu töten.

                                                                      Meine Meinung                                                                     

Ich bin ein wenig zwiegespalten. Einerseits war es ein gutes Buch, aber andererseits hat es mir nicht viel Neues gebracht und war stellenweise ein wenig verwirrend.

Ich mochte Celaena (obwohl es mich Ewigkeiten gekostet hat ihren Namen richtig zu lesen) und auch die angehende Love Triangle in diesem Buch war sehr zu meiner Freude. Ehrlich gesagt, war dies sogar das Beste an dem Buch. Ich mag diese Art von Liebesgeschichte, denn mal ganz ehrlich, die Eifersucht ist teilweise einfach zum Schreien komisch und macht das Ganze erst spannend. 
Und vor allem sind die Beiden männlichen Wesen, die von der Love Triangle auch noch betroffen sind auch coole Charaktere. 

Die ganze Assassin Sache und dieses ganze Turnier.... Ich weiß nicht ob es an mir lag, aber ich fand das Ganze ein wenig unstrukturiert und schwer nachzuvollziehen. Irgendwie hätte das für mein Gehirn besser ausgearbeitet sein müssen.

Ich bin neugierig mit wem sie am Ende zusammenkommt. Wenn ich an ihrer Stelle wäre, würde ich ja Chaol (Captian Westfall) wählen und nicht den Prinzen, der ist mir irgendwie so arrogant.

                                                                             Fazit                                                                                

Also es hat mich wirklich nicht vom Hocker gehauen und es ist so ein Buch, wo man denkt:" ja und jetzt? Was sollte das Ganze?". Die Geschichte hat gerade mal erst angefangen und man hat gegen Ende schon gesehen, wer Celaena so in den Weg kommen wird, aber das Einzige, was mich interessiert ist, mit wem sie zusammenkommt. Traurig, aber so ist es.
Es war definitiv nicht schlecht, aber eher so ein HMMMM Buch, wo man unentschlossen ist.
Vielleicht werde ich weiterlesen, wenn mehr Bände erschienen sind und ich sie für einen guten Preis auf Amazon sehe.

                                                                          Wertung                                                                              

3/5 Punkten

Samstag, 16. November 2013

Allegiant - Veronica Roth


Titel:
Letzte Entscheidung

Originaltitel: 
Allegiant

Autor: 
Veronica Roth

Verlag: cbt

Preis: 17,99€ (Hardcover)





                                                              Kurzbeschreibung                                                                  

The faction-based society that Tris Prior once believed in is shattered fractured by violence and power struggles and scarred by loss and betrayal. So when offered a chance to explore the world past the limits she's known, Tris is ready. Perhaps beyond the fence, she and Tobias will find a simple new life together, free from complicated lies, tangled loyalties, and painful memories.
But Tris's new reality is even more alarming than the one she left behind. Old discoveries are quickly rendered meaningless. Explosive new truths change the hearts of those she loves. And once again, Tris must battle to comprehend the complexities of human nature and of herself while facing impossible choices about courage, allegiance, sacrifice, and love.


                                                                    Meine Meinung                                                                       


Allegiant startet ein paar Tage nach Insurgent und man befindet sich immer noch in dieser Übergangssituation. Die Fraktionen sind sozusagen von den Fraktionslosen gestürzt worden und sie sollen auch nicht wieder eingeführt werden. Tris  dagegen will immer noch in die Außenwelt. Sie hat so sehr für dieses Geheimnis gekämpft und es schließlich offenbart. Nach einiger Zeit macht sie sich mit einigen ausgewählten Gefährten auf den Weg nach draußen.

Die Sache in Chicago nimmt eigentlich wieder dieselbe Wendung wie vorher. Statt Jeanine haben wir nun Evelyn, die sich als "Königin" über Chicago aufrichten will. Die Fraktionen müssen zerstört werden und jeder der sich dagegen wehrt, dem droht Böses. Ich verstehe diese Figuren manchmal wirklich nicht. Sehen sie nicht, dass sie wie diejenigen sind, die sie zu stürzen versucht haben?
Dass Tris und Four davon genug haben, kann ich gut verstehen und ich war zudem sehr gespannt was aus unserer Welt geworden ist, denn die Videobotschaft ließ Böses vermuten. 

Sie kommen recht schnell nach draußen und man lernt die Bureau kennen, die Erschaffer von Chicago und man wird mit Informationen überschüttet; wie und warum Chicago von der Außenwelt abgeschnitten wurde. Die Bureau sind sicherlich eine faszinierende Gesellschaft, doch was mich ein wenig gestört hat, war dass man kaum mehr aus ihrem Forschungskomplex herauskam. In zwei kurzen Ausflügen lernt man zwar die Außenwelt kennen, aber es fühlte sich so an als wären Four und Tris von einem Zaun zum anderen gewandert. 
Ich habe außerdem eine viel schlimmere Außenwelt erwartet. Die endgültige Auflösung war mir ein wenig zu zahm und gleichzeitig völlig absurd. Nicht absurd im Sinne von, dass sich Veronica Roth völligen Schwachsinn ausgedacht hat, sondern es zeigt wieder einmal wie verblendet die menschliche Natur sein kann. 

Mein Hauptproblem war allerdings, dass es sich nicht wie ein Divergent Buch anfühlte. Insurgent und Divergent fühlen sie atmosphärisch wie ein Ganzes an, weil sie beide in Chicago spielen und es die Fraktionen gibt, die eben diesen entscheidenden Part dieser Buchreihe für mich ausmachen. Da es diese nicht mehr gab und auch der Schauplatz recht früh im Buch gewechselt wurde, war es irgendwie etwas völlig anderes für mich. 
Mein zweiter Kritikpunkt ist, dass ich es zuweilen wirklich langweilig fand. Divergent und Insurgent war sehr auf Action konzentriert und ständig passierte irgendetwas Schreckliches, was dem Leser den Atem genommen hat. Allegiant war da ganz anders. Wenn man erstmalig Bureau erkundet, wird man mit Informationen überschüttet, die auch alle nötig zum Verständnis waren und zudem sehr interessant. Aber es war viel zu verarbeiten und für gefühlt 200 Seiten passiert nichts wirkliches bis dann endlich der Endkonflikt dieses Buches entdeckt wird. Ich musste mich zuweilen wirklich zwingen weiter zu lesen, weil ich ja unbedingt das Ende lesen wollte.

Womit ich zum Ende komme. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass das Ende und sein Schocker unnötig waren, finde ich es waren sogar die besten Kapitel, die mich an das Buch gefesselt hatten und meine Emotionen berührt hatten. Es ist eine eindeutig nachvollziehbare Handlung von Veronica Roth gewesen und es war vielleicht schockierend und nicht besonders schön, aber dennoch glaubwürdig und es gibt der ganzen Reihe doch etwas Besonderes!

Leider habe ich noch einen weiteren mehr oder weniger negativen Punkt. Four's POV. Ich habe mich gefreut von Four's POV zu lesen. Das ist wohl erstmal die Reaktion jedes Lesers, der Four liebt, aber mir ist wieder eingefallen warum ich das nicht so gut finde. Es ist oft schwer eine eindeutige Linie zwischen den Charakteren zu ziehen oder der Charakter steht auf einmal völlig anders dar als es in den Vorgänger Bänden der Fall war. Bei Allegiant war es eine Mischung aus beiden Dingen. Manchmal war mir nicht mal bewusst, dass ich Four's Sicht lese, bis man Tris gesehen hat oder sie irgendetwas sagen hört und es kam der Klick ("Du liest ja gar nicht aus Tris' Sicht"). 
Zudem ist Four sehr anders als in Buch 1 und 2. Er zeigt sich viel verletzlicher und verwirrter. Man kannte bisher immer nur diesen eiskalten Krieger, der er zwar immer noch ist, aber es war ein Schock so viel Emotion von ihm zu sehen. Trotz dieses Schocks fand ich seine emotionale Entwicklung sehr gut, denn wenn man nachdenkt, ist Four auch nur ein Mensch, da es keine kalten Kampfamaschienen gibt. 
Ich denke man hat in Buch 1 besonders Four gesehen, während Insurgent so ein Mittelding war und Allegiant beschäftigt sich nun mit Tobias und Tobias ist nicht Four. Diese beiden Namen stehen für mich nach diesem Buch für zwei verschiedene Seiten desselben Menschen und ich war mit seiner Entwicklung sehr einverstanden, da ich ihn sehr mag! Trotzdem hätte ich gerne ein wenig Differenzierung zwischen seiner und Tris' Stimme gehabt.

Das Meiste klingt jetzt alles erstmal sehr negativ, doch es Allegiant hatte auch seine Stärken, die vor allem in Tris und der Interaktion der Charaktere langen. 
Die Charaktere sind durchweg wundervoll konzipiert. Die Buchreihe soll uns lehren, dass es keinen richtigen Menschen gibt und unsere Entscheidungen uns ausmachen. Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen. Und die Figuren vermitteln diese Botschaft mit jeder Tat. 
Ich habe oben erwähnt, dass die Atmosphäre nicht mehr dieselbe war, wie in Band 1 und 2, doch die Charakterinteraktion war wie immer. Darüber war ich sehr froh, denn es macht Spaß die Dialoge zu lesen; besonders zwischen Tris und Tobias/Four. Ihre Chemie ist einfach wunderbar. Die Barrieren, die sie in ihrer Beziehung überwinden müssen, finde ich völlig verständlich und ihre Beziehung war der Faktor, der mich dieses Buch doch noch in zwei Tagen beenden ließ. Sie sind so glaubhaft dargestellt und ich habe mich selbst oft gefragt, was ich in ihrer Position getan hätte.

Und dann gibt es natürlich Tris. Tris ist ein unglaublich starker Charakter, der jedoch auch seine Mauern zu überwinden hat. Sie hatte es durch alle drei Bücher nicht einfach und ich habe so einen großen Respekt für dieses Mädchen. Sie lehrt einen alles, was sie durch ihre Erfahrungen selber gelernt hat und die Botschaft, die sie dem Leser letztendlich mitgibt, hat mich einfach nur umgehauen. Sie ist unbestimmt, doch anders als die Regierung Chicagos es immer dargestellt hat, sind die Unbestimmten keine schlechten Menschen. Meiner Meinung nach sind es mit die Einzigen, die klar sehen können. Schwarz und weiß spielt keine Rolle, sonder das Grau. Und genau das vermittelt Tris einem. 
Ich habe großen Respekt vor Veronica Roth und ihrer Buchreihe. Sie wusste von Anfang an wo sie hinwill und durch Tris' Charakterentwicklung hat sie die ganze Geschichte sicher getragen und eine wichtige Botschaft in ihr versteckt.

                                                                          Fazit                                                                                    

Ich hatte von Allegiant viel mehr erwartet. Ich hatte ein ähnliches actiongeladenes Abenteuer erwartet wie in den vorherigen Bänden, doch leider bin ich da enttäuscht worden. Allegiant ist definitiv das "schlechteste" Buch in der Reihe auch wenn es natürlich alles andere als schlecht war. 
Es war zwischendurch ein wenig langweilig, doch das Ende und besonders der Epilog sind alles worauf man hoffen konnte und es ist Veronica Roth gelungen eine Reihe glaubhaft abzuschließen sodass jeder Leser zufrieden sein kann. 
Ich weiß nicht ob ich Allegiant jemals noch einmal lesen werde, doch die Divergent und Insurgent gehören definitiv zu meinen Lieblingsbüchern. Die Reihe ist definitiv etwas einzigartiges, doch Veronica Roth schont einen nicht und daher würde ich die Büchern Leuten mit schwachen Nerven vielleicht nicht unbedingt empfehlen. 

                                                                     Bewertung                                                                          


3.75/5 Punkten

Freitag, 15. November 2013

Verlieb dich nie ein einen Vargas - Sarah Ockler


Titel:
Verlieb dich nie in einen Vargas

Originaltitel: 
The Book of broken Hearts

Autor: 
Sarah Ockler

Seiten: 416

Verlag: cbt

Preis: 16,99€ (Hardcover)


Kurzbeschreibung

Wenn dein Glück den falschen Namen trägt

Jude Hernandez hat eine Menge von ihren Schwestern gelernt, aber die wichtigste Regel lautet: Verlieb dich nie in einen Vargas! Sogar einen Blutseid hat sie darauf geschworen. Jetzt lebt Jude als einzige der Schwestern noch bei ihren Eltern, es ist der letzte Sommer vor dem College. Um ihren kranken Vater aufzuheitern, hat sie einen jungen Mechaniker angeheuert, der das Vintage-Motorrad ihres Vaters reparieren soll. Kann sie etwas dafür, wenn er gut aussieht? Und unerwartet süß ist? Und Emilio Vargas heißt? Schließlich handelt es sich um eine reine Geschäftsbeziehung und von einer Vargas-Flirtattacke lässt sie sich schon mal gar nicht durcheinander bringen. Aber Judes eiserne Abwehr erhält erste Risse. Wird zum dritten Mal ein Vargas das Herz einer Hernandez brechen?


Meine Meinung

Es war eigentlich ein ganz nettes Buch. Typisch Contemporary. Mädchen verliebt sich in den falschen Jungen und wegen dem Schwur muss sie alles tun, dass das natürlich nicht passiert, aber natürlich kommt es so und sollten das ihre Schwestern herausfinden ...

Doch es war keine normale Contemporary Geschichte, denn Judes Vater nimmt einen großen Teil des Buches ein. Er hat Alzheimer bekommen und Jude verbringt den Sommer damit ihm dabei zu helfen sein altes Mototrrad zu reparieren um ihn in seinen letzten Monaten vollen Bewusstseins schöne Momente zu bringen. Dazu haben sie Emilio angeheuert, der ihnen beim Reparieren hilft. 
Grundsätzlich war die Idee mit dem Alzheimer sehr berührend und ich hatte auch oft Mitleid mit Jude, da sie so eine große Aufgabe lange Zeit allein schultern muss, da ihre Schwestern im Ausland leben und ihre Mutter tagsüber arbeiten ist.

Doch das Problem ist, dass es kaum Tiefgang in ihrem Charakter gibt. Sie handelt nur, aber so richtig wirklich sehr denkt sie nicht über gewissen Dinge nach, die einem ihren Charakter näher bringen, sondern nur darüber wie heiß Emilio doch ist und wie sehr sie ihrem Vater helfen will. Andere Lebensinhalte scheint sie nicht zu haben. 
Ebenso alle anderen Charaktere: Sie waren alle nur sehr oberflächlich beschrieben, bis auf ihren Vater (der nicht mal einen Namen hatte; er hieß immer nur Papi), der mich gegen Ende doch noch positiv überrascht hat. Aber meist wird er von seiner Krankheit in Besitzt genommen. Daher wäre die logische Schlussfolgerung, dass man bei ihm eigentlich am wenigsten Tiergang haben müsste, da er ja sein Gedächtnis verliert, doch er ist irgendwie der einzige in diesem Buch, der tatsächlich ansatzweise Tiefen erahnen ließ.

Auch der Schwur. Ich konnte es nicht ganz ernst nehmen, warum die Schwestern diesen Schwur immer noch so ernst nehmen. Natürlich haben die anderen Vargas Brüder ihre Herzen gebrochen, aber es ist sehr oberflächlich davon auszugehen, dass jeder Vargas Junge gleich ist. 
Doch das ist grundsätzlich nicht mal das Problem, weil es mich nicht sehr gestört hat, denn ohne Konflikt gäbe es auch keine Geschichte.

Das Hauptproblem an dem Buch war, dass es irgendwie nicht besonders spannend war. Natürlich ist das nicht der Hauptaspekt in diesem Genre, doch irgendwie war ich gar nicht so neugierig zu wissen wie es weitergeht. Ich kann nur vermuten, dass es am Schreibstil und am fehlenden Tiefgang der Charaktere lag. Der Schreibstil war nicht auffallend schlecht, aber auch nicht auffallend gut.

Fazit

Es ist von der Storykonzeptierung so gut wie jedes normale Contemporary Buch; es hat zwar einige Makel, doch die Geschichte hat mir gefallen. Aber es war alles nur so ein Mittelding. Nicht besonders schlecht, aber auch nicht besonders gut. 
Ob man es lesen muss, kann ich nicht direkt sagen. Die Idee war gut, aber es hat mich nicht gerade in seinen Bann gezogen. 

Wertung

2.5/5 Punkten 

Sonntag, 20. Oktober 2013

Mein Sommer nebenan (Huntley Fitzpatrick)

Titel:
Mein Sommer nebenan

Originaltitel: 
My Life next Door 

Autor: 
Huntley Fitzpatrick

Seiten: 512

Verlag: cbt

Preis: 16,99€ (Gebunden)


Kurzbeschreibung

Ein warmherziger, sonnendurchfluteter Roman über die erste große Liebe.

Samantha Reed liebt die Garretts heiß und innig – doch nur aus der Ferne. Die 10-köpfige Nachbarsfamilie ist tabu, denn die Garretts sind alles, was Samanthas Mutter verabscheut: chaotisch, bunt und lebensfroh. Aber eines schönen Sommerabends erklimmt der 17-jährige Jase Garrett Samanthas Dachvorsprung und stellt ihr Leben auf den Kopf. Sie verliebt sich mit Haut und Haaren und wird von den Garretts mit offenen Armen aufgenommen. Eine Zeitlang gelingt es Samantha, ihr neues Leben vor der Mutter geheim zu halten. Doch als ein Autounfall die Garretts aus der Bahn wirft , muss Samantha eine schwere Entscheidung treffen …

Gestaltung

Es ist meist so, dass das Original mir einfach besser gefällt und deshalb kaufe ich mir auch das Original, doch meistens sind die deutschen Cover auch hübsch, so wie auch hier. Aber gerade bei näherem Angucken ist mir aufgefallen, wie gestellt diese Szene einfach ist! Das geht mal gar nicht!
Deshalb ist das wunderbare Originalcover in meinen Augen grad nochmal höher gestiegen. Es ist einfach nur schön und wenn ich es mir angucke, kriege ich gleich ein Sommergefühl durch diese ganze Szene und den tollen Lichtverhältnissen!

Meine Meinung

Die erste Hälfte von "My Life next Door" ist einfach nur niedlich und wunderschön. Wie Sam und Jase sich näher kommen ist anbetungswürdig und ich mochte es sehr, dass die Beiden sich relativ ähnlich waren. Sie sind beide abenteuerlustig, sportlich, optimistisch und vor allem lieben sie ihre Familien. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, wieso diese beiden Charaktere sich zueinander hingezogen fühlen.
Ihre Beziehung war wunderschön gemacht und vor allem glaubhaft. Meine Begeisterung über das Buch ließ die Zeit nur so verfließen.

Zusätzlich zur Liebesgeschichte ist es auch eine Familiengeschichte, da die Familie, wie bereits oben erwähnt, sowohl für Jase als auch für Sam einen großen Stellenwert einnimmt. Jase hatte da nur ein bisschen mehr Glück als Sam. Seine Familie ist groß und durchweg liebevoll, weshalb sie auch so anziehend auf Sam wirkt, die in ihrem Haus das genaue Gegenteil findet, welches aus einer Workaholic Mutter besteht und einer Schwester, die den ganzen Sommer nicht einmal zuhause ist, sondern ihn mit ihrem Freunden verbringt. Sam selbst ist jedoch mit mehreren Ferienjobs beschäftgit, da sie zuerst nichts anderes zu tun hat, bevor die Garrets "passieren". Die Garrets üben nicht nur eine besondere Anziehung auf Sam aus, sondern auch auf den Leser. Die gesamte Atmosphäre dieser Familie bringt einen dazu sich wohlzufühlen und sie ebenfalls in Herz zu schließen.

Doch wie das bei diesen süßen Contemporary Bücher immer so ist, muss irgend etwas Schlimmes passieren, was die Beziehung des Pärchens in Gefahr bringt, bevor es bis an sein Ende glücklich weiterleben kann. Das war leider zumindest für mich persönlich die am wenigsten erfreuliche Wendung in diesem Buch, da die ganzen Charaktere zu sehr ins Wehleidige abgedriftet sind, weshalb das Ende doch ein wenig ernüchternd war.


Fazit


Trotz dem etwas wehleidigem Teil war es ein ziemlich gutes Buch, was ich irgendwann sicher nocheinmal lesen werde.


Wertung

4/5 Punkten