Posts mit dem Label 3.75 Punkte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 3.75 Punkte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 20. Februar 2014

Kurzrezensionen - Der Kuss des Kjer // Incarceron // Black City

Der Kuss des Kjer auf Amazon

Ich will gar nicht mal sagen, dass das Buch schlecht war, denn es hatte nichts was mich an Büchern manchmal so stört, wie nervige Charaktere oder Unverständlichkeit - aber es konnte mich einfach nicht packen und die Tatsache, dass das Buch so überhyped ist, hat auch nicht geholfen. 
Das Rumgereite und Gezeter zwischen Mordan und Liajans war auf 300 langgezogen, wobei es dann doch etwas besser wurde nachdem sie auf Jerdt trafen, aber trotzdem nicht allzu grandios. Es konnte mich einfach nicht packen und auch mit den Charakteren und der Liebesgeschichte bin ich einfach nicht warm geworden.
Es war einfach nicht mein Buch und objektiv betrachtet kann ich auch nachvollziehen was Leute daran mögen, aber wirklich nicht meins.
Außerdem ist es einer dieser überhypten Bücher und ich habe von so vielen Ecken schon so viel Gutes darüber gehört, dass es niemals zu den Erwartungen hätte reichen können, die ich hatte - traurig aber wahr, denn Hype kann einem ein Buch ruinieren (natürlich auch nicht immer, aber wenn man schon nicht so in dieser speziellen Geschichte drin ist, dann schon)

❤ ❤
2/5
_______________________________________________________


Incarceron auf Amazon
Die Sache mit diesem Gefängsnis, von dem keiner weiß wo es sich befindet. Claudias Probleme mit ihrem Vater und ihrem zukünftigen Ehemann, dem König, und Finns verzweifelter Wunsch Incarceron zu entkommen - es war schon gut und besonders zum Ende hin extrem interessant und spannend, aber z.B. die Charaktere haben mich nicht so berührt und das Fehlen der Liebesgeschichte .... War zwar nicht allzu schlimm, aber ich mag Liebesgeschichten xD
Die Claudia Kapitel haben mir auf jeden Fall besser gefallen, denn Finn war als Charakter ein wenig leer, was ja auch Sinn macht, aber ihre Perspektive war einfach spannender, da sie in der realen Welt war und auch Dinge herausfinden konnte. Finns Kapitel dagegen waren quasi Incarceron Anschauungsmaterial.

❤ ❤ ❤ ❤
3.75/5
_________________________________________________________


Black City auf Amazon


Black City war definitiv nicht schlecht und es war auch nicht langweilig oder unnötig. Es war zu größten Teilen einfach nichts Neues; dennoch die bereits bekannten ELemente wurden gut ausgeführt.
Die politische Seite des ganzen war unglaublich interessant und auch die Darklings, die quasi eine Art Vampire darstellten und dann noch der Hass zwischen dem menschlichen Regime und den Darklings - politischer Konflikt war top!

Doch die Love Story war an manchen Stellen ein wenig HMM - erst entwickelte es sich so wie ich es liebe. Zwei die sich nicht leiden können; leider driftete das in eine Insta Love ab, was sich aber auf eine überraschende Weise anders aufgelöst hat und mich doch noch überraschen konnte!
Dennoch lag es nicht unbedingt an der Insta Love, denn irgendwie fehlte der Beziehung ein wenig die Tiefe.

Dennoch ein durchscnittlich gutes Buch, das auf jeden Fall noch ungenütztes Potenzial hat und hoffentlich im zweiten Teil die Messages rüberbringt auf die ich gehofft hatte. 

Fazit - Politik und Rahmenhandlung: top, zwischenmenschliche Beziehungen: da muss noch mal dran gearbeitet werden!

❤ ❤ ❤
3.25/5

Sonntag, 2. Februar 2014

Kurzrezensionen - Days of Blood and Starlight // Before I fall // On Dublin Street // Into the Deep

Days of Blood and Starlight auf Amazon!


Also das war auf jeden Fall um einiges besser als "Daughter of Smoke and Bone", auch wenn ich mich rückblickend frrage waum ich es damals nicht mochte. Vielleicht sollte ich es noch einmal lesen!

Dennoch war "Blood of Days and Starlight" grandios und schon der Titel ist so faszinierend auch wenn ich sagen muss, dass mehr Blut als Sternenlicht vorhanden war.
Das liegt an diesem gewaltigen Krieg, der die parallelen Lande erschüttert in denen die Engel wohnen und das Ganze ist so verworren und gleichzeitig so interessant, dass ich gar keine Ahnung habe, wie das weitergehen soll.

Ich liebe Zuzana und Mik; diese Beiden ... niedlich wäre untertrieben!
Für Karou gab es in diesem Buch nicht viel von ihrer Liebesgeschichte mit Akiva und das hat überraschend gut funktioniert, denn die Geschichte war so spannend, dass sie einen auch ohne die fehlende Romanze unseres Hauptcharakters noch bis in die Nacht wachgehalten hat!

Der Schreibstil im Original ist wunderschön, aber nicht unbedingt einfach. Ich bin zwar eigentlich sehr gut in Englisch, aber es gab doch manche Stellen an denen ich auch ein paar Schwierigkeiten hatte zu verstehen was grade abging. Das war zwar nicht allzu schwerwiegend, aber ich würde die Sprache eher ins Fortgeschrittenen-Level einordnen.

Ein tolles Buch, das mich positiv überrascht hat und die Spannung auf "Dreams of Gods and Monsters" doch um einiges erhöht hat!


4/5 Punkten

_____________________________________

Before I Fall auf Amazon!

Ich mochte "before I Fall" doch unerwarteterweise relativ gerne. Sam's Weiterentwicklung durch die Geschichte hindurch war schon irgendwie gewaltig, denn sie hat sich von einer totalen Bitch zu einem doch recht netten Menschen entwickelt, der sie früher einmal gewesen ist. 
Dennoch gefiel mir das Ende nicht, denn es fühlte sich zwar gerechtfertigt an, aber gleichzeitig mag ich vollkommene Happy Endings doch lieber!

3.75/5 
______________________________________

Dublin Street auf Amazon!

Wie ich mir gedacht hatte, gefiel mir "Dublin Street" besser als "London Road", da ich Joss als Charakter um einiges mehr mochte als Jo. Dennoch bin ich gespannt, wie meine Meinung jetzt aussehen würde nachdem ich auch Band 1 und nicht nur Band 2 der Reihe gelesen habe.

Ich mochte es sehr, dass beide Hauptcharaktere Probleme hatten und Braden quasi nicht nur den Ritter in glänzender Rüstung darstellte. Joss hatte zwar die härtere Last zu tragen, aber gerade deshalb wusste Braden mit ihr umzugehen und wollte, dass sie sich öffnet und wieder lernt zu vertrauen.
Zudem wusste Joss selber was mit ihr nicht stimmte und ist aus Eigeninitiative zum Therapeuten gegangen, der zwar nicht unbedingt extrem viel geholfen hat, aber zumindest anfangs geholfen hat indem sie mit Joss über ihre Vergangenheit geredet und Joss mit den richtigen Fragen gequält hat! 

Ein wirklich gutes Buch, das definitiv ein Reread wert ist!


4/5 
_____________________________________

Into the Deep auf Amazon!

War jetzt nicht ganz so gandios, aber man konnte es lesen. Mein Hauptproblem war die Sprache, denn man merkte an manchen Stellen wirklich so ein paar Stolperer. Ich kann auf keinen Fall besser übersetzen als Leute, die das von Beruf aus machen, aber ich denke bei Samantha Young lohnt es sich mehr das Original zu lesen, da es irgendwie natürlicher wirkt.

Ansonsten mochte ich die Charaktere gerne und besonders die Beziehung von Beck und Claudia, aber manchmal wurde das Gnaze zu sehr ins Dramatische gezogen


Bei diesen Büchern finde ich es immer schwer einen glaubhaften Konflikt entstehen zu lassen und dieser hier war leider weniger glaubhaft, denn man kannte Jake nicht genug um das nachvoll ziehen zu können.
S. Youngs Dublin Reihe ist auf jeden Fall besser!


3/5 

Samstag, 25. Januar 2014

Just one Day & Just one Year - Gayle Forman




Heute habe ich ein Duo für euch (das leider noch nicht auf Deutsch erschienen ist, aber bald übersetzt werden müsste, da Gayle Formans anderes Duo (dt. Wenn ich bleibe & Lovesong) auch schon übersetzt wurde.

Es geht um Allyson, die in den letzten Tagen vor ihrer Reise zurück nach Amerika auf ihrer Europa Tour Willem, einen Schauspieler, kennen lernt und er lädt sie ein mit ihm einen Tag nach Paris zu fahren und sie verbringen diesen einen Tag in Paris.
"Just one Day" dreht sich um Allyson und wie sie mit diesem einen Tag umgeht, der ihr ganzes Leben verändert.
"Just one Year" wide rum beschäftigt sich mit Willem und mit dem, was er so getrieben hat, nachdem die Beiden getrennt wurden.

Die Titel passen so perfekt und die Cover erst! Das Cover von "Just one Day" ist wunderschön und passt perfekt zu der Atmosphäre des Buches, wohingegen "Just one Year" 'nur' schön ist, wenn auch wirklich wirklich schön!



Jede Geschichte, die in Paris spielt, ist irgendwie verzaubert!

So auch hier, obwohl ich sagen muss ich fand den Paris Tag der Beiden zwar süß, aber auch nicht umwerfend so wie man es aus den ganzen Reviews hört.
Das liegt doch eher daran, dass das 'Umwerfende' im Rest des Buches kommt, denn Alyson muss mit den Folgen diesen einen Tags in Paris kämpfen und verändert sich von Grund auf. 

Sie beginnt für ihre Ziele zu kämpfen und lässt sich nicht mehr nur von ihrer Mutter bestimmen. Außerdem finet sie neue Freunde und man ist als Leser schon irgendwie stolz auf sie, denn man merkt, wie schwer es für sie ist neue Leute anzusprechen, denn sie hatte bisher immer nur diese eine Freundin und es ist einfach schön zu sehen wie sie sich öffnet!
Ich mag es sehr gerne, wenn man sich in einem Buch besonders mit der Entwicklung eines Charakters beschäftigt, da es oft sehr berührend ist.

Hier hat vor allem auch die Atmosphäre perfekt gepasst hat - es war ein Mix aus Melancholie und Witz, denn es gab einige Stellen an denen ich laut auflachen musste, doch im nächsten Moment war ich tief bewegt von den Geschehnissen!

Besonders gelungen fand ich die Referenzen zu Shakespeare und wie Shakespeares Stücke Alyson's Leben beeinflusst hat und sie Dinge verstehen lassen hat. 
Manche dieser Stellen waren so schön, dass ich Tränen in den Augen hatte! Die Geschichte hat es geschafft mich sehr zu berühren und das passiert zwar jetzt nicht unbedingt selten, aber es ist dennoch jedes Mal ein Geschenk, wenn man eine so tief gehende Geschichte findet!

Abzug gibt es einzig darauf, dass ich während des Lesens nicht alles bildlich vor mir sehen konnte. Es war eher wie ein Schatten von den Dingen. Manchmal hatte ich schon klare Bilder, aber die meiste Zeit war es eher ein Gefühl. 
Trotzdem ist es ein wirklich tolles Buch und nach dem Beenden war ich so gespannt, auf Willems Seite der Geschichte!

4.25/5





"Just one Year" war zwar nicht so gut wie "Just one Day" aber ich bin trotzdem beeindruckt!
Gayle Forman schafft es wirklich die Unterschiede zwischen ihren beiden Erzählern deutlich zu zeigen. 
Natürlich ist Willem ein Junge und da waren schon mal ganz gravierende Unterschiede, aber auch seine Art zu denken war so ganz anders und es hat mir ein besseres Verständnis für seinen Part in "Just one Day" gegeben, da man ihn da nur als mysteriösen, jungen Mann kennengelernt hat, der dann aber schnell wieder aus der Geschichte verschwand!

Seine Selbsfindungsreise zentriert sich eher um seine Familie herum und die Beziehung zu seiner Mutter war wirklich berührend oder auch wie er sich wieder seinem Onkel angenähert hat und versucht hat die Welt zu verstehen, denn Willem ist auf keinen Fall perfekt. 
Er ist auf andere Weise kaputt als Alyson, aber die Beiden haben sich geholfen sich gegenseitig zu 'reparieren'.
Und natürlich geht mit Willem auch wieder das Schauspiel mit einher, denn so hat Alyson ihn kennengelernt und das ist es auch was Willem ausmacht. Seine Interpretationen von Shakespeare werden auch in Zukunft bestimmt die Welt begeistern.
Dass wir auch hier wieder Shakespeare hatten finde ich äußerst schön, denn auch Shakespeare hat beide Leben sehr beeinflusst ohne, dass es geplant war und stellt einen bedeutenden Faktor für ihre Leben und auch ihre Liebesgeschichte dar!

Und wie nah sie manchmal waren und dass sie sich immer so knapp verpasst haben - das hat mich beinahe umgebracht, da man als Leser natürlich schon wusste wo Alyson sich gerade befand. Das war so gemein, dass sie sich so knapp verpasst haben, aber gegen Ende sieht man wie Willems Lebensauffassung eben nicht immer zutrifft!

Ich hätte jedoch gerne mehr vom Ende gehabt, aber man sieht lediglich vielleicht ein paar Momente mehr als man in "Just one Day" sieht und das war zwar ein wenig enttäuschend, aber hat das Ganze dneke ich vor einem Abrutsch ins Kitschige bewahrt. Überraschenderweise mag ich das Ende doch sehr gerne, wo ich doch sonst immer die Erste bin, die sich über offene Enden aufregt! Aber dieses Ende hat mich mit einem Lächeln zurückgelassen

3.75/5  

Montag, 9. Dezember 2013

The Name of the Star - Maureen Johnson


Deutscher Titel: ?













Originaltitel: The Name of the Star






                                                                 Kurzbeschreibung                                                                     


The day Louisiana teenager Rory Deveaux arrives in London marks a memorable occasion. For Rory, it's the start of a new life at a London boarding school. But for many, this will be remembered as the day a series of brutal murders broke out across the city, gruesome crimes mimicking the horrific Jack the Ripper in the autumn of 1888.

Soon "Rippermania" takes hold of modern-day London, and the police are left with few leads and no witnesses. Except one. Rory spotted the man police now believe to be the prime suspect. But she is the only one who saw him. Even her roommate, who was with her at the time, didn't notice the mysterious man. So why can only Rory see him? And more urgently, why has Rory become his next target? In this edge-of-your-seat thriller, full of suspense, humor, and romance, Rory will learn the truth about the secret ghost police of London and discover her own shocking abilities.



                                                                  Meine Meinung                                                                            


Jack the Ripper ersteht wieder auf - so scheint es zumindest als in London Leichen gefunden werden. An denselben Tagen, wie die ursprünglichen Leichen des Jack the Rippers!

Das was mich das Buch nach Ewigkeiten in meinem Regal hat anrühren lassen, war die Tatsache, dass es in einer Boarding School spielt (in Deutsch Internat? Ich bin nicht sicher) und ich liebe Boarding School seit schon immer! Und auch hier hat mich dieser Faktor nicht enttäuscht! =)

Das es hier um Geister geht, ist mir erst mitten im Buch aufgefallen auch wenn es dick und fett auf der Rückseite des Buches stand. Ich weiß nicht ob ich mir das Buch gekauft hätte, wenn ich das gewusst hätte, aber ich muss sagen dafür, dass ich Geister eigentlich nicht so oft lese, hat mir das Buch doch recht gut gefallen. 

Auch von Mordfällen bin ich kein allzu großer Fan. Natürlich ist es dann und wann interessant. Wer es getan hat. Warum und wieso? Das war auch in diesem Buch sehr präsent, da man wegen der Jack-the-Ripper Thematik schon wusste wer wann wo sterben wird. 
Der Plot war außergewöhnlich gut aufgebaut und bevor ich nur blinzeln konnte, war ich in den regnerischen Tiefen Londons eingetaucht und könnte mich wortwörtlich einfach nicht von "The Name of the Star" losreißen. 
Trotz allem war es auch ein klein wenig gruselig, doch noch in verkraftbaren Maßen!

Das Buch besteht ausschließlich aus Spannung und wird von seiner Atmosphäre getragen.
Das Einzige, das man wirklich bemängeln kann, ist die Charakterentwicklung, die nicht vorhanden war. Die Charaktere waren alle irgendwo sympathisch, aber doch flach.
Sie haben quasi ihre Rolle als Träger der Geschichte gespielt. 
So schlimm, wie sich das jetzt anhört, war es gar nicht, aber wäre der Plot nicht so gut durchdacht und spannend gewesen, dann hätte Maureen Johnson hier wirklich Minuspunkte verbuchen können!

Dennoch sehe ich Potenzial in den später eingeführten Charakteren. Sie sind alle sehr interessant und haben eine dunkle Geschichte, denn jeder von ihnen ist mit dem Tod schon einmal in Verbindung gekommen und doch hat Maureen noch nicht viel davon vebraucht und sich dafür auf Jackie konzentriert. Kein Fehler, aber ob das noch ein zweites Mal klappt, ist fraglich.


                                                                             Fazit                                                                                


Ich kann wirklich nicht viel sagen, außer, dass das Buch unglaublich schnell vorbei und wirklich spannend war. Die ganze Thematik ist so unverbraucht und hat genau die richtige, kleine Menge n Grusel!
Ich werde auf jeden Fall den nächsten Teil lesen, denn ich bin gespannt, wie es mit der Geisterjagd weitergeht.


                                                                          Wertung                                                                            


3.75/5 Punkten 


Samstag, 16. November 2013

Allegiant - Veronica Roth


Titel:
Letzte Entscheidung

Originaltitel: 
Allegiant

Autor: 
Veronica Roth

Verlag: cbt

Preis: 17,99€ (Hardcover)





                                                              Kurzbeschreibung                                                                  

The faction-based society that Tris Prior once believed in is shattered fractured by violence and power struggles and scarred by loss and betrayal. So when offered a chance to explore the world past the limits she's known, Tris is ready. Perhaps beyond the fence, she and Tobias will find a simple new life together, free from complicated lies, tangled loyalties, and painful memories.
But Tris's new reality is even more alarming than the one she left behind. Old discoveries are quickly rendered meaningless. Explosive new truths change the hearts of those she loves. And once again, Tris must battle to comprehend the complexities of human nature and of herself while facing impossible choices about courage, allegiance, sacrifice, and love.


                                                                    Meine Meinung                                                                       


Allegiant startet ein paar Tage nach Insurgent und man befindet sich immer noch in dieser Übergangssituation. Die Fraktionen sind sozusagen von den Fraktionslosen gestürzt worden und sie sollen auch nicht wieder eingeführt werden. Tris  dagegen will immer noch in die Außenwelt. Sie hat so sehr für dieses Geheimnis gekämpft und es schließlich offenbart. Nach einiger Zeit macht sie sich mit einigen ausgewählten Gefährten auf den Weg nach draußen.

Die Sache in Chicago nimmt eigentlich wieder dieselbe Wendung wie vorher. Statt Jeanine haben wir nun Evelyn, die sich als "Königin" über Chicago aufrichten will. Die Fraktionen müssen zerstört werden und jeder der sich dagegen wehrt, dem droht Böses. Ich verstehe diese Figuren manchmal wirklich nicht. Sehen sie nicht, dass sie wie diejenigen sind, die sie zu stürzen versucht haben?
Dass Tris und Four davon genug haben, kann ich gut verstehen und ich war zudem sehr gespannt was aus unserer Welt geworden ist, denn die Videobotschaft ließ Böses vermuten. 

Sie kommen recht schnell nach draußen und man lernt die Bureau kennen, die Erschaffer von Chicago und man wird mit Informationen überschüttet; wie und warum Chicago von der Außenwelt abgeschnitten wurde. Die Bureau sind sicherlich eine faszinierende Gesellschaft, doch was mich ein wenig gestört hat, war dass man kaum mehr aus ihrem Forschungskomplex herauskam. In zwei kurzen Ausflügen lernt man zwar die Außenwelt kennen, aber es fühlte sich so an als wären Four und Tris von einem Zaun zum anderen gewandert. 
Ich habe außerdem eine viel schlimmere Außenwelt erwartet. Die endgültige Auflösung war mir ein wenig zu zahm und gleichzeitig völlig absurd. Nicht absurd im Sinne von, dass sich Veronica Roth völligen Schwachsinn ausgedacht hat, sondern es zeigt wieder einmal wie verblendet die menschliche Natur sein kann. 

Mein Hauptproblem war allerdings, dass es sich nicht wie ein Divergent Buch anfühlte. Insurgent und Divergent fühlen sie atmosphärisch wie ein Ganzes an, weil sie beide in Chicago spielen und es die Fraktionen gibt, die eben diesen entscheidenden Part dieser Buchreihe für mich ausmachen. Da es diese nicht mehr gab und auch der Schauplatz recht früh im Buch gewechselt wurde, war es irgendwie etwas völlig anderes für mich. 
Mein zweiter Kritikpunkt ist, dass ich es zuweilen wirklich langweilig fand. Divergent und Insurgent war sehr auf Action konzentriert und ständig passierte irgendetwas Schreckliches, was dem Leser den Atem genommen hat. Allegiant war da ganz anders. Wenn man erstmalig Bureau erkundet, wird man mit Informationen überschüttet, die auch alle nötig zum Verständnis waren und zudem sehr interessant. Aber es war viel zu verarbeiten und für gefühlt 200 Seiten passiert nichts wirkliches bis dann endlich der Endkonflikt dieses Buches entdeckt wird. Ich musste mich zuweilen wirklich zwingen weiter zu lesen, weil ich ja unbedingt das Ende lesen wollte.

Womit ich zum Ende komme. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass das Ende und sein Schocker unnötig waren, finde ich es waren sogar die besten Kapitel, die mich an das Buch gefesselt hatten und meine Emotionen berührt hatten. Es ist eine eindeutig nachvollziehbare Handlung von Veronica Roth gewesen und es war vielleicht schockierend und nicht besonders schön, aber dennoch glaubwürdig und es gibt der ganzen Reihe doch etwas Besonderes!

Leider habe ich noch einen weiteren mehr oder weniger negativen Punkt. Four's POV. Ich habe mich gefreut von Four's POV zu lesen. Das ist wohl erstmal die Reaktion jedes Lesers, der Four liebt, aber mir ist wieder eingefallen warum ich das nicht so gut finde. Es ist oft schwer eine eindeutige Linie zwischen den Charakteren zu ziehen oder der Charakter steht auf einmal völlig anders dar als es in den Vorgänger Bänden der Fall war. Bei Allegiant war es eine Mischung aus beiden Dingen. Manchmal war mir nicht mal bewusst, dass ich Four's Sicht lese, bis man Tris gesehen hat oder sie irgendetwas sagen hört und es kam der Klick ("Du liest ja gar nicht aus Tris' Sicht"). 
Zudem ist Four sehr anders als in Buch 1 und 2. Er zeigt sich viel verletzlicher und verwirrter. Man kannte bisher immer nur diesen eiskalten Krieger, der er zwar immer noch ist, aber es war ein Schock so viel Emotion von ihm zu sehen. Trotz dieses Schocks fand ich seine emotionale Entwicklung sehr gut, denn wenn man nachdenkt, ist Four auch nur ein Mensch, da es keine kalten Kampfamaschienen gibt. 
Ich denke man hat in Buch 1 besonders Four gesehen, während Insurgent so ein Mittelding war und Allegiant beschäftigt sich nun mit Tobias und Tobias ist nicht Four. Diese beiden Namen stehen für mich nach diesem Buch für zwei verschiedene Seiten desselben Menschen und ich war mit seiner Entwicklung sehr einverstanden, da ich ihn sehr mag! Trotzdem hätte ich gerne ein wenig Differenzierung zwischen seiner und Tris' Stimme gehabt.

Das Meiste klingt jetzt alles erstmal sehr negativ, doch es Allegiant hatte auch seine Stärken, die vor allem in Tris und der Interaktion der Charaktere langen. 
Die Charaktere sind durchweg wundervoll konzipiert. Die Buchreihe soll uns lehren, dass es keinen richtigen Menschen gibt und unsere Entscheidungen uns ausmachen. Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen. Und die Figuren vermitteln diese Botschaft mit jeder Tat. 
Ich habe oben erwähnt, dass die Atmosphäre nicht mehr dieselbe war, wie in Band 1 und 2, doch die Charakterinteraktion war wie immer. Darüber war ich sehr froh, denn es macht Spaß die Dialoge zu lesen; besonders zwischen Tris und Tobias/Four. Ihre Chemie ist einfach wunderbar. Die Barrieren, die sie in ihrer Beziehung überwinden müssen, finde ich völlig verständlich und ihre Beziehung war der Faktor, der mich dieses Buch doch noch in zwei Tagen beenden ließ. Sie sind so glaubhaft dargestellt und ich habe mich selbst oft gefragt, was ich in ihrer Position getan hätte.

Und dann gibt es natürlich Tris. Tris ist ein unglaublich starker Charakter, der jedoch auch seine Mauern zu überwinden hat. Sie hatte es durch alle drei Bücher nicht einfach und ich habe so einen großen Respekt für dieses Mädchen. Sie lehrt einen alles, was sie durch ihre Erfahrungen selber gelernt hat und die Botschaft, die sie dem Leser letztendlich mitgibt, hat mich einfach nur umgehauen. Sie ist unbestimmt, doch anders als die Regierung Chicagos es immer dargestellt hat, sind die Unbestimmten keine schlechten Menschen. Meiner Meinung nach sind es mit die Einzigen, die klar sehen können. Schwarz und weiß spielt keine Rolle, sonder das Grau. Und genau das vermittelt Tris einem. 
Ich habe großen Respekt vor Veronica Roth und ihrer Buchreihe. Sie wusste von Anfang an wo sie hinwill und durch Tris' Charakterentwicklung hat sie die ganze Geschichte sicher getragen und eine wichtige Botschaft in ihr versteckt.

                                                                          Fazit                                                                                    

Ich hatte von Allegiant viel mehr erwartet. Ich hatte ein ähnliches actiongeladenes Abenteuer erwartet wie in den vorherigen Bänden, doch leider bin ich da enttäuscht worden. Allegiant ist definitiv das "schlechteste" Buch in der Reihe auch wenn es natürlich alles andere als schlecht war. 
Es war zwischendurch ein wenig langweilig, doch das Ende und besonders der Epilog sind alles worauf man hoffen konnte und es ist Veronica Roth gelungen eine Reihe glaubhaft abzuschließen sodass jeder Leser zufrieden sein kann. 
Ich weiß nicht ob ich Allegiant jemals noch einmal lesen werde, doch die Divergent und Insurgent gehören definitiv zu meinen Lieblingsbüchern. Die Reihe ist definitiv etwas einzigartiges, doch Veronica Roth schont einen nicht und daher würde ich die Büchern Leuten mit schwachen Nerven vielleicht nicht unbedingt empfehlen. 

                                                                     Bewertung                                                                          


3.75/5 Punkten