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Dienstag, 4. Februar 2014

Wie Sterne so golden - Marissa Meyer


Titel:
Wie Sterne so golden

Originaltitel: 
Cress

Autor: 
Marissa Meyer

Seiten: ?

Verlag: Carlsen

Preis: 18,90€ (Gebunden)






                                                          Weitere Bände der Reihe                                                                

  1. Wie Monde so silbern
  2. Wie Blut so rot 
  3. Wie Sterne so golden
  4. Winter (2015)

                                                                 Kurzbeschreibung                                                                  


In this third book in Marissa Meyer's bestselling Lunar Chronicles series, Cinder and Captain Thorne are fugitives on the run, now with Scarlet and Wolf in tow. Together, they’re plotting to overthrow Queen Levana and prevent her army from invading Earth.

Their best hope lies with Cress, a girl trapped on a satellite since childhood who’s only ever had her netscreens as company. All that screen time has made Cress an excellent hacker. Unfortunately, she’s being forced to work for Queen Levana, and she’s just received orders to track down Cinder and her handsome accomplice.

When a daring rescue of Cress goes awry, the group is splintered. Cress finally has her freedom, but it comes at a higher price than she’d ever expected. Meanwhile, Queen Levana will let nothing prevent her marriage to Emperor Kai, especially the cyborg mechanic. Cress, Scarlet, and Cinder may not have signed up to save the world, but they may be the only hope the world has. 

                                                                        Gestaltung                                                                           


"Wie Sterne so golden" - kann es überhaupt einen schöneren Titel geben? Ich meine die anderen waren schon super, aber ich glaube der übertrifft nochmal alles! Und es passt perfekt zum Buch, da der Stern eine doch relativ wichtige Rolle spielt.
Das deutsche Cover ist leider noch nicht erschienen, aber wenn ich jetzt mal vom Titel ausgehe, sage ich es wird schwarz sein mit kleinen goldenen Sternen und den Titel in einem Kreis irgendwo auf dem Buch haben - ich bin so gespannt, wie es letztendlich aussehen wird, denn die Carlsen-Ausgaben sind eine wahre Freude für das Auge!


                                                                     Meine Meinung                                                                      


Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich dieses Buch liebe! Von Anfang an war meine Endbewertung klar und es gab einfach nichts, das ich auszusetzen hätte!

Mit "Cress" kam ein neue, auf Rapunzel basierender Charakter hinzu - nämlich Cress. Und auch hier bin ich überwältigt. Ich habe selten so einen niedlichen, aber gleichzeitig auch genialen Charakter gesehen! 
Sie wurde 7 Jahre lang in einem Satellit gefangen gehalten und hat daher wenig Erfahrung mit sozialem Umgang oder der Welt. Ihre Begeisterungsfähigkeit ist geradezu anbetungswürdig! Doch wenn sie mit Computer Problemen zu tun hat und etwa ein Security System hacken soll, dann sieht man nichts mehr von der leichten Unsicherheit, denn das ist ihr Gebiet. Sie war einfach so niedlich, aber gleichzeitig auch total cool und ein Genie obendrein!

Natürlich konnte man aus Buch 2 sich schon irgendwie denken, dass sie in Thorne ihren Märchenprinzen finden würde und die Liebesgeschichte in diesem Buch war ebenfalls unglaublich süß und niedlich und alles was man sich nur wünschen konnte, aber trotzdem nicht kitschig. Zu sagen, dass die Beiden zusammenpassen, wäre ein Understatement!

Was ich so gerne an Marissa Meyers Büchern mag, ist dass es keine Liebesdreiecke gibt. Ich mag zwar Liebesdreiecke, aber bei Märchenfiguren ist das unrealistisch, denn es gibt nur eine wahre Liebe und es kann ja nicht sein, dass plötzlich an ihren Schicksal oder ihrer Liebe gezweifelt wird!

Es gab noch einen neuen Charakter und ich kann ebenfalls nicht ausdrücken, wie sehr ich ihn mag. Jacin schließt sich Cinder auf überraschende Weise an und er ist wohl kein Charakter, den  man übersehen würde aufgrund seines starken Charakters. Hauptsächlich gibt er nur gemeine Sachen von sich und das ist wohl auch der Grund, weshalb ich ihn so gerne mag!
 Er kam zwar nicht so oft vor, aber oft genug, dass ich ihn ins Herz geschlossen habe und extrem gespannt bin auf den weiteren Verlauf seiner Geschichte, denn wir werden ihn sehr wahrscheinlich in "Winter" wiedersehen!

"Cress" war unglaublich witzig! Ich bin teilweise fast gestorben, wegen den Sprüchen die die Charaktere (meistens Throne und Cress oder Jacin hat etwas Fieses von sich gegeben) gebracht haben und auch Iko hat mich überrascht. Ich mochte nicht sonderlich in "Cinder", aber hier fand ich sie auf einmal unglaublich sympathisch und witzig, sodass ich mich doch wirklich nach dem Grund frage, wieso ich sie nicht mochte. 
Und auch Cinder wächst mir immer mehr ans Herz - sie ist im Vergleich zu Scarlet und Cress natürlich immer noch nicht mein Favorit, aber sie wird immer nachvollziehbarer, vor allem auch, weil sie ihre Fähigkeiten langsam aber sicher akzeptiert, ebenso wie ihr Schicksal.
Und die Scarlet-Wolf Storyline hat mich mit offenem Mund zurückgelassen, denn das kam wirklich unerwartet, aber gleichzeitig finde ich ihre Liebesgeschichte immer noch wunderbar und sie ist noch nicht beendet! 
Das ist mir sowieso aufgefallen: Zwar haben alle Mädchen Love Interests und interagieren auch mit ihnen, aber wirklich abgeschlossen wird es wohl erst mit "Winter" sein.

Und auf Winter bin ich so sehr gespannt, und ich meine nicht das Buch, sondern den Charakter Winter. Sie hatte einen kurzen Auftritt und sie hat das Potenzial mein Scarlet als meinen persönlichen Lieblingscharakter vom Thron zu stoßen, denn sie ist wirklich einzigartig! 
So einen Charakter findet man nicht oft und Marissa Meyer hat das Talent ihre Charaktere so voneinander zu differenzieren, dass sie alle ihre eigenen Facetten haben. Egal in welcher Sicht man gerade liest, die Charaktere wirken gleich und das ist eine grandiose Leistung, denn oft wirken die Charaktere von außen anders als wenn man in ihrem Kopf war. Das ist hier überhaupt nicht der Fall und ich bewundere Marissa Meyer unglaublich für diese Meisterleistung!

Und da "Cress" auf Rapunzel basiert, gab es natürlich Parallelen. Leider war mir das Märchen nicht mehr so vor Augen und ich habe die Parallelen erst beim nochmaligen Nachdenken entdeckt als ich das Buch schon halb durchgelesen hatte. Dann kamen mir Dinge von Rapunzelfilmen in den Sinn und darauf habe ich beschlossen das Märchen noch einmal zu lesen. Und das kann ich nur jedem empfehlen, denn wenn man alle Details des Märchens kennt, weiß man das Buch noch einmal mehr zu schätzen als man es ohnehin schon tut - zumindest war das bei mir so!
Ich kann jedem nur empfehlen vorher noch einmal das Märchen Rapunzel zu lesen um vollsten Lesegenuss zu erfahren und nichts zu verpassen, denn es gab viele Parallelen, die einfach grandios eingearbeitet wurden!



                                                                            Fazit                                                                                


"Cress" hat meine Liebe für die Luna Chroniken nur noch gesteigert. Marissas Schreibstil ihre Charaktere und ihr Plot sind ohne den geringsten Fehler oder Mangel und wenn es eine Reihe gibt, die ich Märchenliebhaber empfehlen würde, dann wären es die Luna Chroniken!
Ich bin verliebt und wünschte nächstes Jahr würde nicht schon das letzte Buch der Reihe erscheinen, doch gleichzeitig bin ich unglaublich gespannt!

Doch da die ich schon mit meiner Schwärmerei ein wenig ausgeufert bin, lasse ich es bei der Aussage: "Cress" war ein unglaubliches Leseerlebnis!


                                                                          Bewertung                                                                         


❤ ❤ ❤ ❤ ❤
5/5

Mittwoch, 6. November 2013

Buchrezension - Wie Blut so rot (Marissa Meyer)

 

Titel:
Wie Blut so rot

Originaltitel: 
Scarlet

Autor: 
Marissa Meyer

Seiten: 512

Verlag: Carlsen

Preis: 18,90€ (Gebunden)






                                                       Weitere Bände der Reihe                                                                

  1. Wie Monde so silbern
  2. Wie Blut so rot 
  3. Wie Sterne so golden 
  4. Winter (2015)

                                                                Kurzbeschreibung                                                                


Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grandmère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt. Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde

                                                                        Gestaltung                                                                           


Das Originalcover ist natürlich nicht zu toppen, aber auch die deutsche Alternative ist toll. Bis ich das gemerkt hatte, ist allerdings einige Zeit vergangen. Ich hatte es genau wie das Cover von "Wie Monde so silbern" für irgendwelche psychidelischen Muster gehalten, weil ich mich vorsätzlich immer nur auf den Titel konzentriert hatte und bis ich erst mal gesehen hatte, dass es kleine (sehr, sehr niedliche) Wölfe sind ... (Bei "Wie Monde so silbern sind es übrigens kleine Schuhe) :D
Sehr kreativ!


                                                                   Meine Meinung                                                                       


Dieses Buch war sogar noch besser als sein Vorgänger. Ich fand "Wie Monde so silbern" wirklich gut und innovativ und hatte beim Lesen sehr viel Spaß, jedoch war der Funke nicht gleich übergesprungen. Das hat sich bei Band 2 der Luna Chroniken geändert.

Das liegt vor allem an Scarlet, die ich viel viel mehr mag als Cinder. Sie hat einen natürlichen Charakter und macht sich Sorgen um die, die sie liebt. Seit ihre Großmutter verschwunden ist, versucht Scarlet alles um sie zu finden. Man hat Rückblicke in Scarlets Gedanken, die einen die Liebe zwischen Enkeltochter und Großmutter näherbringen. Sonst bin ich ja nicht so der Typ der so etwas herzerwärmend findet, da mich diese Motivation das diese Zentrierung darauf das verschwundene Familienmitglied zu finden manchmal wirklich nervt, aber Scarlet hat niemand anderen und es kann natürlich daran liegen, dass ich sie als Hauptcharakter einfach nur liebe, aber ich habe wirklich mitgefiebert und gehofft, dass ihre Großmutter wohlbehalten zurückkehren kann. 

Zudem bringt nicht nur Scarlet eine ganz andere neue Atmosphäre ins Buch mit, sondern auch Frankreich und insbesondere das kleine Dorf in dem Scarlet lebt. Ich finde Frankreich fast so toll wie Russland und es ist definitiv ein erstrebenswertes Reiseziel, wenn es so toll ist wie in all den Büchern, die in Frankreich spielen. 
Hinzu kommt, dass Rotkäppchen mein absolutes Lieblingsmärchen ist und ich daher gut damit leben konnte, dass es sich hier um ebendieses Märchen drehte. 

Ironischerweise haben wir hier keinen Wolf sondern Scarlets scheinbaren Love Interest mit dem Namen ... WOLF! Marissa Meyer weiß ihren Humor mit ein zu bringen! Wolf war mir sofort sympathisch. Er scheint zuerst der typische Bad Boy zu sein, doch mit der Zeit blickt man immer mehr hinter seine Mauern und der Aspekt des echten Wolfes nagte die ganze Zeit an mir. Ist Wolf wirklich ein Wolf? Es werden die ganze Zeit widersprüchliche Andeutungen gemacht und das hat mich wirklich neugierig gemacht, weshalb das Buch nur zur Schlafenszeit weggelegt wurde. 

Die Beziehung von Scarlet und Wolf ist wunderbar! Scarlet denkt erst gar nicht, dass sich so etwas entwickeln kann. Sie ist mehr mit ihrer Großmutter beschäftigt und bedroht Wolf zeitweilen sogar. Die Liebe kommt wie der Schlaf; unbemerkt und leise. Das Beste daran ist, dass ihre Geschichte noch lange nicht vorbei ist. In Cress, dem dritten Buch der Luna Chroniken, werden Scarlet und Wolf wieder mit von der Partie sein.
Ihre Geschichte ist genau wie Cinders noch lange nicht zuende!

Das führt mich zu einem weiteren Punkt. Denn nicht nur Scarlet und Wolf haben hier POV's; nein man sieht Cinder wieder, man sieht Kai wieder und man bekommt einen neuen Charakter namens Thorne vorgesetzt, der echt seltsam ist in einer komischen Weise. Er hat den Comedy Faktor dieses Buches um einiges erhöht! 
Die Art wie diese ganzen POV's ein Ganzes bilden ist beindruckend und gibt dem ganzen Buch eine hohe Komplexität und vor allem Abwechslung.

Währenddessen entwickelt sich Cinder soweit weiter, dass ich nicht jedes Mal enttäuscht war, wenn ihre Kapitel kamen. Ich mag Cinder, aber ich liebe Scarlet einfach nur, aber überraschenderweise sind die Kapitel irgendwann simultan gut geworden. Es arbeitet alles darauf hin zu, dass die beiden Storylines am Ende zusammenlaufen, was mir erst nicht so bewusst war, aber so im Nachhinein ist diese Verknüpfung der beiden Schicksale der Mädchen überaus nachvollziehbar und genial ausgearbeitet!
Jedenfalls fängt Cinder an ihre Luna Fähigkeiten zu benutzen und die Art wie sie mit ihnen umgeht lässt sie gleich in einem ganz neuen Licht erscheinen. Ihre Entwicklung geht in kleinen Schritten voran, aber ich gewinne doch immer größeren Respekt vor ihr.

Gleichzeitig spielt sich der dritte Geschichten Strang immer noch in New Beijing ab. Kai muss sich um Cinders Ausbruch kümmern und gleichzeitig wird er von Königin Levana unter Druck gesetzt. 
Das Ende von "Wie Monde so silbern" hat Kai doch recht unsympathisch erscheinen lassen,; er zweifelt weiterhin an Cinder. Zwar berechtigt, aber trotzdem kann er nicht aufhören an sie zu denken, was mir Hoffnung gibt, dass die Beiden doch noch ein Happy End haben können. 

Königin Levana dagegen wünsche ich kein Happy End. Sie nutzt Cinders Gefängnisausbruch dazu um ihre Ziele durch zu setzen und zu begründen. Sie ist mit eine der schlimmsten Antagonisten der gesamten Bücherwelt. Sie tut alles dafür, dass sie über die gesamte Erde herrschen kann, da der Mond anscheinend nicht reicht. Ich habe so einen Hass auf sie und sehne den Tag herbei an dem Cinder der Gute zeigt wo es lang geht!


                                                                            Fazit                                                                                


Es ist ein Buch, das mich auf jeder Seite gebannt hat. Die Charaktere und die Handlung lösen so viele Gefühle in mir aus; ob Hass und Wut oder Freude und Mitleid. Alles war mit dabei. Gute Bücher müssen Gefühle auslösen, man muss mit den Charakteren mitfiebern können und genau das hat "Wie Blut so rot" bei mir geschafft. 
Ich empfehle jedem der Märchen mag dieses Buch. Es ist wirklich mehr eine Märchenneuerzählung in der sich Marissa Meyer die Zukunft zu einem Mittel gemacht hat um ihre genialen Gedanken auch ausführen zu können. Also empfehle ich dieses Buch auch den Nicht-Dystophie-Fans und hoffe, dass sie genauso viel Spaß daran haben wie ich!


                                                                       Bewertung                                                                          


❤ ❤ ❤ ❤ ❤
5/5 

Freitag, 28. Juni 2013

Buchrezension - Wie Monde so silbern (Marissa Meyer)


Titel:
Wie Monde so silbern

Originaltitel: 
Cinder

Autor: 
Marissa Meyer

Seiten: 416

Verlag: Carlsen

Preis: 18,90€ (Gebunden)






                                                       Weitere Bände der Reihe                                                                 

  1. Wie Monde so silbern
  2. Wie Blut so rot 
  3. Wie Sterne so golden 
  4. Winter (2015)

                                                           Kurzbeschreibung                                                                         


Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie in dem großen Ball, auf dem Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …



                                                                Meine Meinung                                                                        


Noch eine Cinderella Variation? Gab es davon nicht schon genug? Zumindest jetzt noch nicht. Marissa Meyer belebt das alte Märchen wieder auf eine Weise, die wohl den meisten unbekannt sein dürfte. 
Cinder als Roboter und ihr Prinz als Herrscher über ein futuristischen Beijing. Das war in der Tat mal eine etwas andere Interpretation. Zu den bekannten Elementen kommen die Lunar hinzu, die Mondbewohner, welche zu Anfang des Buches jedoch noch sehr undurchsichtig sind.

Alles beginnt mit der Begegnung von Prinz und Prinzessin .... oder eher Roboter. Prinz Kai kommt zu Cinder um einen Androiden reparieren zu lassen, der scheinbar Information von höchsten Wert besitzt. Zudem erkrankt ihre Stiefschwester Peony an der geheimnisvollen Letumosis-Seuche, die seit Jahren unheilbar ist. Ihre Stiefmutter, völlig überzeugt von Cinders Schuldanteil an dieser Erkrankung, schickt sie weg, damit sie als Forschungsobjekt dienen kann und so die Chance auf ein Heilmittel besteht. Doch keiner hat diese Position als Forschungsobjekt bisher überlebt.

Cinder wächst einem schnell ans Herz. Sie ist schlagfertig, mutig und schlau. Wer mit so einer Stiefmutter gestraft ist, verdient jede Sympathie, die er oder sie bekommen kann. Sie arbeitet den ganzen Tag und darf sich zu Hause die Vorwürfe von ihrer Stiefmutter Adri anhören. Sie sei ein Dieb; schuld am Tod ihre Stiefvaters und nicht wert genug zum Ball zu gehen. 
Mit der Stiefmutter hat Marissa Meyer ein fast noch grausameres Bild der Stiefmutter geschaffen als es typisch ist. Sie nutzt jede Gelegenheit um Cinder unter die Nase zu reiben, dass sie kein Mensch ist und dass sie ihre zweite Chance zu leben nicht verdient hat. Diese Stiefmutter war unglaublich grausam und übertrifft damit die Erwartungen, die ich hatte, um Längen. Die böse Stiefschwester verblasst neben so einem Monster geradezu. Das interessante war, dass Cinders andere Stiefschwester zu ihr aufsah und die beiden eine gute Beziehung hatten. Um so tragischer ist es natürlich, dass sie später erkrankt, denn neben ihrer Schwester hat Cinder nur noch Iko, einen Androiden. Abgesehen von den Beiden verachtet sie jeder aufgrund ihrer Nichtmenschlichkeit. 

Das ändert sich als Prinz Kai auftaucht, der geradezu hingerissen von Cinder ist. Er will unbedingt zum Ball gehen und es ist geradezu zuckersüß, wie er sich um sie bemüht. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit fragt er sie ob sie ihm nicht die Ehre erweisen würde seine Partnerin zu sein. Doch nicht nur als potenzieller Lover macht Prinz Kai etwas her. Als angehender Regent von New Beijing ist er tief in den politischen Machenschaften verstrickt, die besonders die Lunar betreffen, welche man aus Cinders Sicht nie hätte erleben können. Die Kapitel aus seiner Sicht geben dem Leser Einsicht in das Staatssystem und in die Art der Lunar, die sich zeitweise in diesem Buch am königlichen Hofe befinden. Seine Sichtweise war fast sogar noch ein wenig besser als Cnders, da ich Politik immer sehr interessant finde und auch seine Handlungsweise sehr reif und größtenteils nachvollziehbar fand. Als Regent muss er auf das gößere Wohl bedacht sein und so ist das Ultimatum vor welches ihn Königin Levana, die Königin der Lunar, eine große Last. Entweder er heiratet sie oder sie wird ihre Truppen auf ganz New Beijing loslassen. Nach vier Weltkriegen sind die politischen Oberhäupter darauf bedacht es nicht so weit kommen zu lassen, aber Königin Levana zu heiraten erscheint Kai nicht als erstrebenswertes Ziel, doch was soll man tun als König?

Von den Lunar erfährt man erstaunlich wenig und ich hoffe doch, dass einem im Folgeband die Augen geöffnet werden. Man weiß bisher sehr wenig von den Mondbewohnern. Wie sind sie auf den Mond gekommen? Sind sie mutiert um dort leben zu können? Woher haben sie die Fähigkeiten, die die Menschheit vernichten könnte? Wie sehen ihre magischen Fähigkeiten genau aus? Die Liste könnte noch weitergehen, aber da noch 3 Bände zu erwarten sind, lasse ich das mal.

Das Buch war stellenweise ein kleines bisschen zäh, weshalb es auch nicht di evolle Punktzahl bekommt. Besonders gegen Anfang war noch alles zu neu und nicht ganz so fesselnd, wie ich mir das vorgestellt hatte. Das ändert sich jedoch bald. Mit der ersten schockierenden Wendung kommt jedoch alles ins rollen und die Geschichte wird packender. Es war zwar bald ziemlich offensichtlich in welche Richtung das Buch verlief, besonders nachdem die Geschichte der Mondkönigin erzählt wurde, dennoch hat es Spaß gemacht zu lesen, wie Cinder es auf eigene Weise herausgefunden hat. 



                                                                         Fazit                                                                                  


Ein wundervolles neu erzähltes Märchen von Cinderella, dass auf eigene futuristische Weise verpackt wurde und dem Leser einige fesselnde Lesestunden beschert. Für Fans von Märchen eindeutig zu empfehlen, da die Cinderella Aspekte ganz deutlich hervorgehoben werden und nicht unter den Dystophie-Elementen verschwinden.


                                                                    Bewertung                                                                               



4.5/5 Punkten